Wertheim

Jubelkonfirmation Weitesten Anfahrtsweg zum Ehrenfest hatten Jubilare aus der Pfalz und aus München

Erinnerung an den Festtag sind bis heute präsent

Archivartikel

Sachsenhausen.Die Konfirmationen der Jubilare, die am Sonntag in der Sachsenhäuser Kirche ihre Jubelkonfirmation begingen, jährten sich seit 50,60,65 oder gar 70 Jahren.

Dennoch ist die Erinnerung an diesen Festtag der Jugend noch bei allen detailliert im Gedächtnis. Die Zeit gleich nach dem Krieg sei mit heute nicht vergleichbar, waren sich die gnadenen Jubelkonfirmanden einig. Man habe fast nichts gehabt und nur in sehr kleinem Rahmen gefeiert. „Wir waren aber mit dem zufrieden, was wir hatten.“

Die Feiern vor 50 Jahren waren dagegen groß. Man habe das Haus ausgeräumt und eine Köchin engagiert. Außerdem wurden sehr viele Kuchen gebacken, denn man verteilte diese auch an alle Nachbarn, die Geschenke brachten.

Die Konfirmation sei die Zeit gewesen, in der man mit dem Glauben erst richtig in Berührung kam. „Beim Gottesdienst waren wir viel aufgeregter als heute“, meinte ein goldener Jubilar. Dennoch sei der Jubiläumstag etwas Besonderes. Einig waren sich die Jubilare aller vier Jahrgänge darüber, dass man für die Konfirmation viel auswendig lernen musste, beispielsweise an Psalmen. Die wurden im Gottesdienst, wie bei einer Prüfung, abgefragt.

Den Jubelgottesdienst hingegen konnten die Geehrten genießen. Als Erinnerung daran erhielten ein „Konfirmationssträußchen“ als Anstecknadel. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von Werner Flicker an der Orgel. Den zentralen Teil der Jubilarfeier gestaltete der Frauenchor „Jubilate“.

In seiner Predigt widmete sich Pfarrer Ortwin Engler drei Gedanken zum Menschenfischertum des Petrus.

Zur goldenen Konfirmationen gingen: Günter Flicker, Fritz Klein, Lothar König, Hubert Englert, Gerhard Mattern, Gernot Scheurich, Ewald Garrecht, Anita Diehm (geborene Gegenwarth), Hildegard Schleßmann-Fister, Heidrun Schmitt-Flicker, Christa Flegler (geborene Kiesecker), Marlise Kottke (geborene Schreiner), Brigitte Albert (geborene Wolpert) und Irmtraud Klick (geborene Kühn).

Diamantene Konfirmation feierten: Dieter Weimer, Edith Fischer, Anni Walther-Fischer und Hemann Ditz.

Eiserne Konfirmation begingen: Werner Hergenhan, Hedwig Diehm, Gertrud Garrecht, Johanna Hermann (geborene Lotz), Manfred Ries, Frieda Flicker (geborene Diehm), Ruth Klein (geborene Horn), Helga Haupt (geborene Ries), Gerlinde Bruckmann und Susanne Sutz (geborene Walther).

Die Gnadenkonfirmation wurde zuteil: Rudi Schleßmann, Adolf Weimer, Alfred Flicker, Anna Bader (geborene Diehm), Anneliese Bienmüller (geborene Fischer), Marie Wolz (geborene Gegenwarth), Elfriede Beck (geborene Seidner), Emma Klein (geborene Seidner), Anna Wolz (geborene Weimer), Elfriede Lauer (geborene Weimer), Anneliese Spies (geborene Flicker),Marie-Elisabeth Reidelbach (geborene Wolpert) und Elisabeth Schmidt. Den weitesten Anfahrtsweg zum Ehrenfest hatten Jubilare aus der Pfalz und aus München. bdg