Wertheim

Auszeichnung Stadt Freudenberg verleiht Medaille an verdiente „ortsfremde Personen“

Erster Burgtaler geht an Georg Denzer

Archivartikel

Freudenberg.Georg Denzer, langjähriger Landrat des Main-Tauber-Kreises, ist er Erste, der mit dem Burgtaler der Stadt Freudenberg ausgezeichnet worden ist. Bürgermeister Roger Henning überreichte ihm die Medaille, die eine Abbildung der Freudenburg nach dem Modell von Ludwig Weiser ziert, gestern im Rahmen des Neujahrsempfangs der Stadt.

Die Laudatio auf den Geehrten überließ Henning aber seinem Vorgänger, Ehrenbürger Heinz Hofmann, einem Freund und langjährigen Weggefährten Denzers.

Dieser sei „ein Mann, der sich selbst immer treu geblieben ist, ehrlich, von gutem Charakter, in dessen Gegenwart man sich wohl fühlt“, so Hofmann. Der langjährige Bürgermeister erinnerte an die Verdienste, die sich der langjährige Landrat um Freudenberg erworben hat und daran, dass dieser oft – „bei Freud und Leid“ – in die Stadt gekommen sei. Hofmann: „Du hast das Herz am rechten Fleck, du passt zu uns.“

Der Burgtaler werde „an ortfremde Personen“ verliehen, nahm Denzer einen Satz von Bürgermeister Henning auf: Um dann, in Anlehnung an einen amerikanischen Präsidenten festzuhalten: „Ich bin ein Freudenberger“.

Von Anfang an habe ihn hier besonders fasziniert, dass sich Stadt und Ortsteile als Einheit verstünden, betonte der Geehrte. Dazu komme als großes Glück die vielfältige und schöne Landschaft.

Er sei mit vielen in Freudenberg gut befreundet, erklärte der Ausgezeichnete, um mit einem Augenzwinkern zu schließen, „dass ihr einem Hessen die Möglichkeit gegeben habt, hier Bürgermeister zu werden, und dass der sich auch noch so gut anlässt, das habt ihr verdient“.

Eröffnet worden war der Neujahrsempfang vom Auftritt einer großen Zahl von Sternsingern, den man, wie der Bürgermeister einleitend sagte, diesmal bewusst an den Anfang gestellt habe, handele es sich doch um den Feiertag der Heiligen drei Könige, an dem diese Veranstaltung stattfinde.

Zu deren festen Bestandteilen gehören Grußworte von Pfarrer Reinhold Baumann und vom Sprecher der Vereine, Bernd Hösch. Baumann beschäftigte sich mit den Hoffnungen und mit den Befürchtungen, die mit einem neuen Jahr verbunden sind. „Die Zeit steht unter dem Segen und dem Schutz Gottes“, sagte er. Negative Erfahrungen und Erlebnisse blieben fatalerweise oft stärker haften, als Positives und Gutes. Baumann rief dazu auf, das neue Jahr als Einladung und als Chance zu begreifen.

Bernd Hösch nutzte einmal mehr die Gelegenheit, sich im Namen der Vereine bei Bürgermeister, Gemeinderat und Verwaltung für die Unterstützung zu bedanken und auf deren Fortsetzung zu hoffen. „Unsere Stadt wäre ohne die Vereine leblos“, zeigte sich Hösch überzeugt. Aus gutem Grund könne man behaupten, „dass bei uns in Freudenberg und in den Ortschaften die Welt noch in Ordnung ist – und hoffentlich noch lange bleibt“.

Musikalisch umrahmt und bereichert wurde der Neujahrsempfang auch gestern wieder von der Stadtkapelle unter der Leitung von Michael Korn. ek