Wertheim

Werbung LED-Bord macht auf dem Almosenberg Appetit auf die Wertheimer Innenstadt

„Es war Zeit für etwas Neues“

Wertheim.Ein kurzer Druck auf die Tastatur des Laptops und schon strahlt auf dem überdimensionalen Bildschirm der Hinweis auf den bald startenden Wertheimer Weihnachtsmarkt, um knapp fünf Sekunden später von der freundlichen Aufforderung abgelöst zu werden, die Wertheimer Innenstadt zu entdecken.

Auch das „Wertheim Village“ leuchtet als Motiv von der 3,50 Meter mal 2,50 Meter großen Anzeigenfläche des LED-Boards, mit dessen Inbetriebnahme gestern Vormittag Bürgermeister Wolfgang Stein einen „Systemwechsel“ am Almosenberg einläutete.

Rund 15 Jahre lang warben Begrüßungstafeln bei den inzwischen gut 2,6 Millionen Besuchern des „Wertheim Village“ und bei denen der weiteren am Almosenberg angesiedelten Unternehmen für die Wertheimer Innenstadt. Doch die Tafeln sind, nach der langen Zeit nur verständlich, in die Jahre gekommen. Außerdem verloren sie an Wirkung, denn immer mehr Firmen machen selbst Werbung am Straßenrand. Und nicht zuletzt mussten die Begrüßungstafeln wegen Bauarbeiten häufig versetzt werden, was mit Kosten verbunden war.

Keine kommerzielle Nutzung

„Es war Zeit für etwas Neues“, so Bürgermeister Stein. Ein LED-Board macht mit großformatigen Bildmotiven Appetit auf die Innenstadt und einen Besuch dort. Man werde die Anlage weder für Fremdwerbung noch kommerziell nutzen, erklärte der städtische Wirtschaftsförderer Jürgen Strahlheim.

Auch die laut Baugenehmigung mögliche maximale Beleuchtungszeit von sechs Uhr morgens bis 24 Uhr nachts soll nicht ausgenutzt werden, ergänzte Stein. Gedacht sei an einen Betrieb in der Zeit von zehn Uhr bis 22 Uhr, nur bei entsprechenden Aktivitäten im „Wertheim Village“ könne es einmal darüber hinaus gehen.

Die Neuerung ist eine Kooperation von Stadt und Stadtwerken Wertheim und Value Retail als Betreiber des „Wertheim Village“. Die Stadtwerke tragen die Anschaffungskosten von 75 000 Euro und sind für die technische Unterhaltung zuständig. Außerdem nutzen sie die Rückseite des Boards für Eigenwerbung. Die Stadt übernimmt die monatlichen Kosten, wobei angesparte Marketingzuschüsse von Wertheim Village genutzt werden. Der städtische Haushalt wird nicht belastet.

Weitere Standorte möglich

Für den Betrieb der Anlage ist das Referat Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing zuständig. Wenn sich das LED-Board am Almosenberg bewährt, soll es auch an weiteren Standorten, etwa an den Stadteingängen, genutzt werden. ek