Wertheim

„Kinder-Lebens-Lauf“ „Angel-Fackel“ machte auf dem Weg von Marktheidenfeld nach Höchberg in Bettingen Station

„Familien nicht alleine lassen“

Archivartikel

Wertheim.Der Kinder-Lebens-Lauf hat Station in Wertheim gemacht. Bürgermeister Wolfgang Stein begrüßte am Montagnachmittag auf dem Marktplatz den Fackelträger des vom Malteser Kinder- und Jugendhospizdienst organisierten Streckenabschnitts zwischen Bad Mergentheim und Marktheidenfeld.

Der Bundesverband Kinderhospiz veranstaltet diesen Staffellauf quer durch Deutschland, um auf die Situation von Familien mit schwerkranken Kindern aufmerksam zu machen. Am Dienstagvormittag traf Bürgermeister Stein zudem auf Mitglieder des Marktheidenfelder Kinderhospizdiensts, die auf ihrer Etappe in Bettingen hielten.

Willkommen in Bettingen

„Willkommen in Bettingen“, sangen die Mädchen und Jungen des örtlichen kommunalen Kindergartens auf dem am Maintal-Radweg gelegenen Spielplatz zur Begrüßung der rund 20-köpfigen Radgruppe, die sich aus Mitgliedern des Kinderhospizdiensts „Sternenzelt“ sowie einigen Bürgermeistern aus der bayerischen Nachbarschaft zusammensetzte. „Wir wollen mit dem Kinder-Lebens-Lauf die Arbeit der Kinderhospizvereine unterstützen und die Öffentlichkeit informieren“, erklärte der stellvertretende Vorsitzende des Marktheidenfelder Hilfsvereins Bernhard Elsesser. Viele Kinder, die der Hospizverein begleite, leiden an Stoffwechselerkrankungen oder sind mit Erbkrankheiten auf die Welt gekommen.

„Es ist ganz wichtig, die Menschen und Familien nicht alleine zu lassen“, betonte Wertheims Bürgermeister Wolfgang Stein in seinem Grußwort. Der Kinder-Lebens-Lauf mache auf das eher am Rand stehende Thema aufmerksam. „Oft ziehen sich Menschen zurück, weil sie im Umgang mit Betroffenen sehr unsicher sind und nicht wissen, wie sie reagieren sollen, ohne zu verletzen“, erklärte der Bürgermeister.

Solidarität mit Familien

Die Aktion fordere zur Solidarität mit den betroffenen Familien auf. „In Wertheim finden sie diese Solidarität“, sagte Stein. Mit dem Kinderhospizverein „Sternenzelt“ sei die Stadt Wertheim in gutem Kontakt, erklärte der Bürgermeister. Als Anerkennung für die wichtige Arbeit des Vereins überreichte er Bernhard Elsesser einen Geldscheck. Im Anschluss an die Rast fuhr die Radgruppe weiter nach Dertingen. Ziel ihres insgesamt 45 Kilometer langen Wegs war Höchberg. Bereits am Montag begrüßte Bürgermeister Wolfgang Stein auf dem Wertheimer Marktplatz die in rosa Plüschhasenkostümen gekleideten Motorradfahrer der „Streetbunnycrew“, einem gemeinnützigen Verein aus Würzburg. Sie begleiteten die speziell für den Lauf entwickelte „Angel“-Fackel auf ihrem Weg von Tauberbischofsheim bis in die Main-Tauber-Stadt.

Den gesamten Streckenabschnitt, der von Bad Mergentheim bis Marktheidenfeld reichte, hatte der Malteser Kinder- und Jugendhospizdienst „Sonnenschein“ organisiert.