Wertheim

Nachruf Wilhelm Weber im Alter von 77 Jahren gestorben

Feuerwehr war sein Leben

Wertheim.„Mister Feuerwehr“ lebt nicht mehr. Am Donnerstag ist Wilhelm Weber, Ehrenkommandant und Ehrenstadtbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Wertheim nach kurzer, schwerer Krankheit gestorben. Er wurde 77 Jahre alt.

Weber war ein waschechter Wertheimer. Am 14. September 1940 erblickte er in der Stadt an Main und Tauber das Licht der Welt. Hier besuchte er die Schule und erlernte anschließend im elterlichen Betrieb zunächst den Beruf des Gas- und Wasser- und danach auch den des Elektroinstallateurs. In beiden Bereichen legte er die Meisterprüfung ab.

Seit dem 27. August 1966 war der jetzt Verstorbene mit seiner Ehefrau Martha, geborene Krichbaum verheiratet. Beide kannten sich schon seit gemeinsamen Kindergartentagen. Aus der Ehe gingen zwei Söhne hervor und man erfreute sich an den drei Enkelkindern.

Große Verdienste, die auch über seinen Tod hinaus in Erinnerung bleiben, erwarb sich Wilhelm Weber bei der Freiwilligen Feuerwehr Wertheim, der er am 1. Mai 1962 beitrat. Fast genau 14 Jahre später wurde er, inzwischen Oberbrandmeister und Stellvertreter des Kommandanten Karl Schön, am 27. April 1976 zum ersten Stadtbrandmeister der noch jungen Großen Kreisstadt gewählt. Spätestens in diesem Amt wurde er zum „Mister Feuerwehr“, wie ihn der damalige Oberbürgermeister Stefan Gläser bei der Verabschiedung Webers knapp ein Vierteljahrhundert später nannte.

Großer Einsatz, hohe Kompetenz, Geschick und Diplomatie wurden ihm bescheinigt, was sich auch in der Ernennung zum Ehrenkommandanten und Ehrenstadtbrandmeister ausdrückte.

Der Verstorbene war zehn Jahre lang stellvertretender Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes und zwei Jahre lang stellvertretender Kreisbrandmeister. Er wurde unter anderem mit der Stadtmedaille in Silber und mit der selten verliehenen Sonderstufe des Landesfeuerwehrehrenzeichens gewürdigt. Noch im April 2013 hatte er das Amt des Obmannes der Alterskameradschaft übernommen, denn die Feuerwehrwehr war und blieb sein Leben.

Doch nicht nur dort trauert man um ein verdientes Mitglied. Die Bürgergemeinschaft Hochwasser Wertheim etwa verliert mit dem Tod von Wilhelm Weber ein Gründungsmitglied und den stellvertretenden Vorsitzenden.

Abschied von dem Verstorbenen nehmen Familie, Verwandte, Freunde, Weggefährten und alle, die ihn kannten, am Dienstag, 16. Januar um 14 Uhr auf dem Bergfriedhof in Wertheim. ek