Wertheim

Vortrag Stadiengerechte Therapie bei Arthrose

Frauen häufiger betroffen

Wertheim.Arthrose ist die weltweit häufigste Gelenkerkrankung des erwachsenen Menschen, am häufigsten betroffen sind die Knie-, Hüft- und Schultergelenke, aber auch die Finger und Wirbelgelenke.

Die Chefärzte Dr. Stephan Vögeli und Professor Wilhelm Friedl im Arkadensaal referieren auf Einladung des Fördervereins der Rotkreuzklinik am Mittwoch, 25. April, um 19 Uhr im Arkadensaal in Wertheim über die Therapie bei Arthrose. Aktuelle Studien zeigen, dass das Risiko an einer Arthrose zu erkranken eng an das Lebensalter gekoppelt ist. So lässt sich erheben, das etwa die Hälfte aller Frauen im Alter von 65 bereits an einer Arthrose leiden, bei den Männern liegt die Quote etwas niedriger bei 35 Prozent.

Viele Ursachen

Die Entstehung einer Arthrose hat viele Ursachen und Risikofaktoren. Auf der einen Seite wissen wir aus Zwillings- und Familienstudien, dass eine gewisse genetische Veranlagung eine große Rolle bei der Entstehung einer Arthrose spielt, zusätzlich sogenannte systemische Risikofaktoren wie Osteoporose, niedriger Spiegel von Vitamin C und Vitamin D.

Dazu kommen noch sogenannte mechanische Risikofaktoren wie Übergewicht sowie starke mechanische Überbeanspruchung durch Sport mit einseitigen Gelenkbelastungen oder berufliche Belastungen, die mit fortwährendem Knieen, Hocken, schwerem Heben oder Tragen einher gehen. Natürlich spielen auch vorangegangene Verletzungen von Gelenken (Bandverletzungen oder Knochenbrüche) eine große Rolle bei der Arthrose Entstehung.

Verlässliche Methoden

Erfreulicherweise bietet die moderne Unfallchirurgie einerseits ausreichende verlässliche Methoden, um im Falle eines Unfalles Knochenbrüche und Bandverletzungen bestmöglich zu rekonstruieren, um einre Arthrose-Entstehung zuvor zukommen oder diese zumindest zu verlangsamen. Bei schon eingetretener Arthrose gliedert sich die Therapie einerseits in die nicht operativen Verfahren, bei Versagen dieser bleibt dem Patienten als Ausweg noch eine operative Therapie. frk