Wertheim

Ökumene Motto lautete „Wenn nicht jetzt, wann dann?“

Frauen-Oase feierte ihr zehnjähriges Bestehen

Wertheim.„Wenn nicht jetzt, wann dann?“ Unter diesem Motto trafen sich etwa 65 Frauen im Gemeindehaus St. Venantius in Wertheim. Die Frauenoase, eine Veranstaltung der ökumenischen Frauengemeinschaft Wertheim, feierte ihr zehnjähriges Bestehen.

Idee weitergeführt

Ingrid Kachel, Vorsitzende der evangelischen Bezirksfrauen Wertheim, hielt zunächst einen Rückblick auf die letzten neun Frauenoasen. Bis vor zehn Jahren kamen die Wertheimer Frauen vom evangelischen Kirchenbezirk und von der katholischen St. Venantiuskirche nur zum Weltgebetstag zusammen. Aus der befruchtenden Zusammenarbeit entstand die Idee, ein weiteres Angebot für Frauen zu machen. Seitdem gibt es einmal im Jahr die Frauen-Oase.

Die ökumenische Frauengemeinschaft Wertheim besteht zur Zeit aus je drei katholischen und evangelischen Mitgliedern: Ingrid Kachel, Ute Küstermann, Irina Reis, Bettina Kempf, Magdalena Waltert und Nadya Bohnenkämper.

Viele Frauen kommen immer wieder gerne und erinnern sich an gelungene Programme, inspirierende Vorträge und leckere Gaumenfreuden. Die Abende sind immer sehr sinnlich: vom „Farbenfest“ über „1000 und eine Nacht“ bis hin zu „Gartenträume – Lebensträume“. Eine Clownin und eine Trommelgruppe aus Ghana bereicherten schon die Frauen-Oasen.

Besonders gut besucht mit über 100 Teilnehmerinnen waren die Oasen zu den Themen „Stärken und Schwächen“ mit Gardis Jacobus-Schoof und „Mein Sommernachtstraum“ mit Regina Köhler.

Die zehnte Frauen-Oase stand unter dem Motto: „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ Mit Bildern und Texten über Frauen in verschiedenen Lebensaltern kam das Thema „Tun, was mir wichtig ist, ohne nach der Meinung der anderen zu fragen“ zur Sprache.

Frei, verrückt und glücklich

Die katholische Theologin und Religionslehrerin Marianne Dieterle begann ihren Vortrag mit den Worten „Sei frei, verrückt und glücklich“. Vielleicht fragen sich manche jetzt, passen diese Worte zu Glaube und Kirche? Da geht es doch um ernste Themen. Ja, das passt sehr wohl“, sagte Dieterle. „In der Bibel lesen wir: Abraham und Sara sind mit Sack und Pack losgezogen in ein neues ihnen unbekanntes Land. Das war schon verrückt. Franziskus von Assisi kam aus richtig gutem Hause, seine Familie war reich, doch er ließ alles zurück und lebte in Armut. Ganz schön verrückt.“

Bei den Gesprächen an den Tischen sagte eine Teilnehmerin: „Ich führe ein Danke-Tagebuch. Ich schreibe jeden Abend auf, wofür ich heute dankbar bin. Es macht einfach glücklich, das Danke-Buch aufzuschlagen und darin zu schmökern. Positive Erlebnisse geraten so nicht in Vergessenheit.“ phe