Wertheim

Ortschaftsrat tagte Planungen vorgestellt / Nicht alle Bürger sind mit vorgesehener Anbindung zufrieden

Freude über Baugebietserweiterung

Dietenhan.Die Erschließung des restlichen Abschnitts des Dietenhaner Neubaugebiets „Röte II“ soll 2019 erfolgen. Bei der Vorstellung der Pläne in der Sitzung des Ortschaftsrats am Donnerstagabend im Bürgerhaus kritisierten einige Bürger die Anbindung des Areals.

Im September 2014 hatte man den dritten Abschnitt des Baugebiets „Röte II“ offiziell eingeweiht. Aktuell gibt es noch zwei frei Bauplätze. Im nun geplanten vierten und letzten Bauabschnitt sollen neun weitere entstehen.

Wie Ortsvorsteher Andreas Blum betonte, gebe es für die vorhandenen und für die geplanten Flächen Interessenten. Er freute sich, dass die Wohnungsmarktanalyse die Notwendigkeit einer baldigen Erweiterung bestätigt haben: „Wir sind auf einem guten Weg.“

Thomas Rutschmann vom Tiefbauamt der Wertheimer Stadtverwaltung erklärte, dass die Erschließung des vierten Bauabschnitts auf der Basis des Bebauungsplans von 2008 erfolge. „Längerfristig muss man sich über eine neue Bauleitplanung Gedanken machen, um weitere Erweiterungsflächen zu ermöglichen.“.

Die vorgesehene Erweiterung erfolgt nordwestlich an den Abschnitt drei. Die Straße „Zur Röte“ wird verlängert. Vorgesehen ist eine 5,50 Meter breite Verkehrsmischfläche mit farblich abgesetzten Fußwegstreifen. Am Ende der Straße ist eine Wendefläche mit 16 Metern Durchmesser vorgesehen. Rutschmann: „Das ist groß genug, damit auch Müllfahrzeuge drehen können.“

Hinter dem Wendehammer ist Platz für sechs öffentliche Pkw-Stellplätze mit ökologischem Pflaster. Durch Schotterung eines Wegstücks schafft man eine Verbindung zum Wirtschaftsweg, der als Notausfahrt dienen kann. Es ist kein Durchgangsverkehr vorgesehen. Wie Blum sagte, können die Baufahrzeuge solange es das Wetter zulasse den Wirtschaftsweg als ZUfahrt nutzen, sodass die Bewohner im BEreich „Röte II“ nicht zu stark belastet werden.

Der Wendehammer stieß bei einigen Bürgern auf Kritik. Sie meinten, dass die am Ende des Baugebiets bestehende Wendefläche zu klein sei. Rutschmann erklärte, dass es sich bei der jetzigen Wendeanlage um ein Provisorium handele. Die Fläche sei künftig Teil eines Bauplatzes. „Der neue Wendehammer entspricht den Bauvorschriften und wird flächenmäßig ausreichen.“

Klar abgelehnt wurde der Wunsch einiger Anlieger, die Straße weiterzuführen und so eine weitere Zufahrt zu schaffen. Wie Blum erklärte, gebe es für solche eine Straße keine Landeszuschüsse. „Fangen wir jetzt an, eine solche zu bauen, werden die Grundstücke wegen der Umlegung der Kosten dafür unbezahlbar.“ Der Ortschaftsrat habe angeregt, dass künftige Erweiterungen des Baugebiets in Richtung Kirche erfolgen sollen. „Tritt dies so ein, kann man eine Verbindungsstraße prüfen.“

Die Entwässerung der vierten Bauabschnitts erfolgt im Trennsystem. Der bestehende Graben zur Außenentwässerung wird um rund 90 Meter verlängert. Weitergeführt werden auch die Versorgungsleitungen. Für die Straßenlaternen nutzt man LED-Technik. Zu Glasfaserverkabelung sagte Rutschmann: „Verlegt es die Telekom nicht, macht die Stadt den Einbau.“ Allerdings müsse das Kabel noch an einen bestehenden Verteiler der Telekom angebunden werden, um Glasfaseranschlüsse direkt am Haus zu ermöglichen. Konkret konnte er nicht sagen, ob und wann Internet via Glasfaser möglich sein wird.

Die öffentliche Ausschreibung für die Erschließungsarbeiten soll im Januar oder Februar erfolgen. Geplant ist, dass die Tiefbauarbeiten beginnen. Rutschmann: „Wir lassen den Firmen eine längere Bauzeit, um günstigere Angebote zu bekommen.“ Ende September sollen die Erschließungsarbeiten abgeschossen sein.

Bürger wiesen auf den Parkplatzmangel im bisherigen Neubaugebiet hin. Blum meinte, baulich ließe sich hier nichts ändern. Man müsse sich intern absprechen. Nicht beantworten konnte Rutschmann die Frage zum Quadratmeterpreis der Grundstücke im neuen Bauabschnitt.

Der Ortschaftsrat befürwortete die Planung einstimmig. Zuvor hatte das Gremium nichtöffentlich einer verträglichen Preissteigerung im Vergleich zu den bereits erschlossenen Grundstücken zugestimmt. „Wir versuchen, die Baupreise dennoch möglichst verträglich zu halten“, betonte der Ortsvorsteher. Er dankte Rutschmann und der Stadtverwaltung dafür, dass man der Entwicklung in Dietenhan Priorität einräume.

Bürger gaben bekannt, dass es 2019 wieder einen Dorfflohmarkt geben soll. Möglicher Termin sei Sonntag, 21. September. Blum lobte die Initiatoren für ihr Engagement.Weiter bat er, dem Ortschaftsrat Stellen, an denen Hecken zurückzuschneiden sind, zu melden. bdg