Wertheim

Streetfood-Festival Foodtrucks und Trailer waren dicht belagert / Vereinzelte Kritik am Preisniveau

Frische und außergewöhnliche Genüsse

Archivartikel

Wertheim.Das Streetfood-Festival in der Innenstadt lockte am Wochenende zahlreiche Freunde frischer und außergewöhnlicher Genüsse in die Gassen und Straßen der Main-Tauber-Stadt.

Wie Innenstadtmanager Christian Schlager gegenüber den Fränkischen Nachrichten erklärte, soll das Streetfood Festival gewissermaßen der kulinarische Beitrag zum 150. Eisenbahnjubiläum sein. „Aus diesem Grund wurde es auch von uns auf dieses Wochenende gelenkt.“

Verantwortlich für die Organisation des Festivals ist „nsp eventtime“ aus Mosbach, die viele solcher Festivals koordiniert. „Uns ist ein möglichst breit gefächertes Speisenangebot wichtig“, sagte Fabian Grau, Geschäftsführer von nsp. „Wir wollen alles anbieten von süß bis salzig.“ Auch international solle die Auswahl sein.

Man versuche hauptsächlich mit original Foodtrucks und Trailern zu arbeiten. Bei Pavillons wird auf das Design geachtet. „Die sollen nach etwas ausschauen und ins Gesamtbild passen.“ Zentrales Kriterium sei das Schaffen einer besonderen Atmosphäre. All dies war in Wertheim geglückt.

Insgesamt waren 16 Anbieter vertreten. „Freitag früh erhielten wir leider kurzfristig noch drei Absagen“, bedauerte Grau. Die Trucks und Stände boten auf dem Marktplatz, der Brückengasse und dem Neuplatz Genüsse vielfältiger Art. Dazu gehörten amerikanische Burger und Kartoffelklassiker, genauso wie Pulled Pork. Auch syrisches und senegalesische Gerichte sowie Wraps und Buritos wurden geboten.

Heißes vom Grill und süße Crêpes

Für den großen Hunger gab es lange Fleischspieße vom Grill, und die süßen Leckermäuler freuten sich über ein Meter lange Crêpes. Hinzu kamen mehrere Getränkestände. Auf dem Festival vertreten war auch die DLRG Wertheim mit einem Getränkestand.

Der neue Foodtrend „Bubble Waffeln“ zog besonders viele Gäste an. Dies lag nicht nur an den Liegestühlen vor dem Truck, in denen man die Süßigkeit genießen konnte. Wie Standbetreiber Dominic Giegerich aus Großwallstadt berichtete, stammt der Trend ursprünglich aus China, kam dann in die USA.

Er hatte darüber in einem Onlineartikel gelesen und sich gedacht, dass könnte man auch in Deutschland probieren. So war seine Firma die erste, die vor eineinhalb Jahren diese Süßspeise anbot.

Mit dem Standort Wertheim sei man in den letzten Jahren zufrieden gewesen, sagte Fabian Grau. Die geringen Besucherzahlen beim letzten Streetfood Festival hätten wohl auch am Termin kurz vor der Wahl gelegen.

Am Wochenende konnten sich die Betreiber und Grau über eine große Zahl an Gästen freuen. So bildeten sich an den Foodtrucks vor allem auf dem Marktplatz und in der Brückengasse gegen Abend lange Schlangen.

Von den Gästen war überall Lob für das Essen und die Atmosphäre zu hören. „Man kann sich querbeet durchprobieren, es ist alles top“, brachte der Wertheimer Kai Kellner die Meinungen der Gäste auf den Punkt. Nur ganz vereinzelt übten Besucher Kritik an den Preisen.

Kellner hatte dazu eine klare Meinung: „Ich finde es nicht zu teuer. Schaut man sich Qualität und Aufwand an, sind die etwas höheren Preise gerechtfertigt.“

Aus seiner Sicht ist das Festival dieses Mal sogar etwas zu klein. Grau berichtete dazu, die maximale Zahl an Trucks und Ständen ergebe sich aus den beschränkten Platzverhältnissen. Auf die Einbeziehung von Rathausplatz und Mainplatz hatte man dieses Mal verzichtet, da das Ganze sonst zu sehr auseinandergezogen sei.

Auch die Musik aus Charts und Ballermann von „DJ Nutsgroove“ aus Mosbach am Freitag- und Samstagabend kam gut an. Sie motivierte so manche Gäste zu einem Tanz auf dem Marktplatz.

Insgesamt gab es viele zufrieden Gesichter.

So dürfte die Meinung von Kai Kellner: „Ich würde mich über eine Fortsetzung freuen“ sicher große Zustimmung ernten. bdg