Wertheim

Forscherkids Ferienprogramm drehte sich um das Thema Salz / Im Labor experimentiert und Bergwerk besucht

Früher wertvolles Zahlungsmittel – heute alltäglicher Bestandteil der Ernährung

Archivartikel

Wertheim/Bad Friedrichshall.Früher wertvoll und sogar Zahlungsmittel, ist Salz heute alltäglicher Begleiter und zugleich lebensnotwendig. Dabei werden nur drei Prozent der abgebauten Menge für die menschliche Ernährung verwendet. Der Rest kommt in vielfältigen anderen Bereichen zum Einsatz. Im Rahmen der Forscherferien der Forscherkids Wertheim beschäftigten sich junge Forscher der zweiten bis fünften Klasse mit dem Stoff Natriumchlorid. Die ehrenamtliche Kursleitung lag bei Birger-Daniel Grein. Unterstützt wurde er von mehreren Forscherkids-Paten.

Am Montag beschäftigten sich die Kinder im Labor mit der Gewinnung von Salz aus Salzgestein. Die einzelnen Arten der Salzgewinnung und die Einlagerung von Steinsalz in den Berg wurden erörtert. Danach erfuhren die Teilnehmer praktisch, wie aufwendig es ist, aus dem Gestein reines Streusalz zu gewinnen. Zuerst wurden große Steine aus dem Bergwerk zerkleinert. Dazu nutzten die Kinder Hammer und Mörser.

Von Lösungen und Kristallen

Anschließend wurden die verbleibenden größeren Stücke heraus gesiebt und weiter zerkleinert. Im nächsten Schritt wurde Wasser zum zerkleinerten Gemisch aus Salz und Stein gegeben und umgerührt, bis sich das Salz löste. Wartete man anschließend einige Minuten, setzten sich die nicht gelösten Steinreste unten ab und die Salzlösung, die sogenannte Sole, wurde durch einen Filter in eine Abdampfschale gegossen.

Darin wurde sie solange erhitzt, bis das gesamte Wasser verdampft war und das Salz zurückblieb. Mit diesem können die jungen Forscher beispielsweise Salzkristalle züchten. Die Kinder lernten verschiedene Trennverfahren kennen.

Im zweiten Teil des Kurses am Freitag besuchten alle Teilnehmer das Bergwerk in Bad Friedrichshall und erfuhren dort vieles über die Geschichte des Salzes, dessen Abbau und Verwendung sowie die Gewinnung mit Hilfe großer Maschinen. Die Exkursion wurde finanziell durch den Kiwanis Club Tauberbischofsheim unterstützt.

In 180 Metern Tiefe staunten die Nachwuchsforscher über die großen Hallen, die durch den Abbau entstanden. Auch die Fossilien, die Simulation einer Sprengung und die riesigen Fräsen, die das Salzgestein lösen, beeindruckten.

Gut kamen auch die Info- und Experimentierstationen an. Die Exkursion in die Tiefe endete schließlich mit einer schnellen Fahrt auf der Bergmannsrutsche. sjr