Wertheim

Ortschaftsrat Waldenhausen Vorbereitung für Tunnelsanierung fast abgeschlossen / Infoabend zur Instandsetzung der Kirchäckerstraße

Für 100 Blutspenden geehrt

Vor allem um Wege und Straßen ging es in der Sitzung des Ortschaftsrates Waldenhausen am Donnerstag. Es gab aber auch noch ein besonderes Ereignis.

Waldenhausen. Vor knapp zehn Jahren hatte Nils Ries erstmals als Ortsvorsteher einen Blutspender geehrt. Das war seinerzeit Heinz Partl, dem er die Ehrennadel für 75-maliges Blutspenden überreichen durfte. Und nun habe dieser es geschafft, „die wirklich unglaubliche und in meiner Funktion als Ortsvorsteher bis jetzt einmalige Anzahl von 100 geleisteten Blutspenden wirklich vollzumachen“, staunte Ries.

Dafür überreichte er Partl nun die entsprechende Urkundesowie die Ehrennadel in Gold mit goldenem Eichenkranz und eingravierter Spenderzahl „100“. Der Ortsvorsteher würdigte Partl nicht nur als ein Vorbild in Sachen Blutspenden, sondern auch für seinen Einsatz für den Erhalt der Ortsrufanlage.

Steine auf Böschungen

Weniger erfreulich war die Tatsache, dass beim „Einpflügen“ der Glasfaserkabel durch die Telekom beziehungsweise durch die beauftragten Firmen im Fritz-Fröber-Weg viel Erde, vor allem aber viele Steine aus dem Boden auf die Böschungen der angrenzenden Grundstücke geschleudert wurden und dort liegenblieben. An einigen Stellen sei das Mähen und Pflegen der Böschungen nicht mehr ohne Gefahr möglich, monierte der Ortsvorsteher.

Nach Gesprächen und einer Begehung vor Ort konnte Ries nun aber mitteilen, dass Maßnahmen vereinbart worden seien, die hoffentlich „zeitnah über die Bühne gehen“. Er versprach, „da sind wir dran, das wird geklärt und so lange ist der Weg auch noch nicht abgenommen“.

Fast abgeschlossen sind die Vorbereitungen für die tatsächlichen Sanierungen am Tunnel der Westfrankenbahn. So seien in der vergangenen Woche die drei vorgeschriebenen Ausweichstellen am Radweg im Tal ausgehoben, geschottert und asphaltiert worden. Allerdings kritisierte ein Grundstückseigentümer eine mangelnde Absprache. Wann es mit den eigentlichen Sanierungsarbeiten losgeht, war noch unklar. Sprach der Ortsvorsteher von „ab April“, so meinte Ortschaftsrat Lothar Geier, es werde wohl auf jeden Fall Ende April werden, denn es gebe noch das eine oder andere Problem.

Abhilfe geschaffen werden soll am desolaten Zustand des Feldweges an den Nussbäumen, berichtete Nils Ries weiter.

Als „Versuchsprojekt für künftige städtische Maßnahmen“ sei geplant, den Weg über die komplette Breite abzufräsen und das dabei anfallende Fräsgut gleich wieder als Schüttung auf den Weg zu verteilen. Wo das Material nicht ausreiche, werde man wohl noch ein wenig nachschottern müssen.

Am kommenden Mittwoch, 13. März, findet um 19 Uhr im Feuerwehrhaus eine Informationsveranstaltung zur anstehenden Sanierung der Kirchäckerstraße statt. Vertreter der planenden Ingenieurbüros, der Stadtwerke, der Stadtverwaltung und der beauftragten Baufirma wollten dabei Informationen rund um die vorgesehenen Arbeiten und den geplanten Ablauf geben, sowie Fragen beantworten.

Anregung der Bürger

Aus den Reihen der – wegen einer Terminüberschneidung diesmal nur wenigen – Zuhörer gab es am Schluss der Sitzung die Anregung, man solle sich einmal Gedanken darüber machen, wie künftig mit den Gärten entlang der Tauber verfahren wolle. Zwei Drittel der Eigentümer, mutmaßte der Redner, „wären froh, wenn einmal im Jahr dort etwas gemacht würde und sie sich nicht mehr selbst kümmern müssten“.

Der Ortsvorsteher informierte, dass er wegen des Themas auch schon mit Jens Rögener von der Stadtverwaltung im Gespräch sei und bis zur nächsten Sitzung weitere Informationen einholen wolle. Es habe aber im vergangenen Jahr auch zwei Anfragen nach Gärten gegeben.