Wertheim

Weikersheimer Kärwe 43 Rinder bei der Jungviehprämierung mit Jungzüchterwettbewerb aufgetrieben / Hohe Qualität der Tiere hervorgehoben

Für Besucher gibt’s Landwirtschaft zum Anfassen

Archivartikel

Landwirtschaft zum Anfassen gab es einmal mehr bei der Jungviehprämierung im Rahmen der Weikersheimer Kärwe. 43 Rinder wurden insgesamt aufgetrieben – von durchweg hoher Qualität.

Weikersheim. Jungrinder und Besitzer hatten sich am Samstag wieder prächtig herausgeputzt, um bei den routinierten Preisrichtern einen guten Eindruck zu hinterlassen. Die hatten jede Menge zu tun, musterten strengen Auges die einzelnen Tiere nach den verschiedensten Gesichtspunkten, ehe sie schlussendlich ihr Gesamturteil fällten.

Hermann Gehringer, Vorsitzender des Rinderzuchtvereins Main-Tauber, lobte das durchweg hohe Niveau der Tiere, die vor zahlreichem Publikum ihre Runden nahe des Kärwe-Festgeländes drehten. Der Creglinger Landwirt freute sich auch über den guten Zuschauerzuspruch.

Derartige Begegnungen halte er auch deswegen für außerordentlich wichtig, so Gehringer, um die Gesellschaft für die Arbeit der Bauern zu interessieren und zu sensibilisieren und ihr damit zu offerieren, wie wichtig das Tun der Landwirte für die hiesige Kulturlandschaft ist. Die Zuschauer zeigten sich von den züchterischen Leistungen der Landwirte begeistert und spendeten immer wieder Beifall auf offener Szene.

Auch für Norbert Beck, Vorstandsmitglied des Rinderzuchtvereins Main-Tauber, war’s wieder eine gelungene Prämierung „auf sehr hohem Niveau“. Der passionierte Landwirt gab in diesem Zusammenhang seiner Hoffnung Ausdruck, dass bei der Auflage im kommenden Jahr in der Tauberstadt wieder mehr Rinder aufgetrieben werden.

Keinesfalls oberflächlich

Beck hob die Leistung der Richter, sie sind allesamt für den Zuchtverband aktiv, explizit hervor. Sie machten es sich keinesfalls einfach, die Urteile über die einzelnen Rinder zu fällen. Denn hierbei gehe es alles andere als oberflächlich zur Sache.

Um die Tiere gerecht bewerten zu können, käme es gleich auf mehrere Gesichtspunkte an, blickt Norbert Beck etwas detaillierter auf die Richtlinien. „Hierbei geht es zum Einen um die körperliche Entwicklung der Tiere sowie um korrekte Füße. Aber auch die Harmonie des Rinds, die Euteranlagen und der Bewegungsablauf des jeweiligen Tieres fließen mit ein. Und zu guter Letzt geht es noch um das Zusammenspiel sämtlicher Komponenten.“ Er sei davon überzeugt, dass die Qualität der Rinder bei seinen Kollegen einen sehr hohen Stellenwert habe. Denn genau dies habe sich auch bei der jetzigen Prämierung wiederum gezeigt.

Nachfolgend ein Blick auf die Resultate der Jungviehprämierung in der Tauberstadt: Rinder zwölf bis 14 Monate: Siegerrind von Familie Kappes, Bobstadt, Vater des Rindes ist „Herzschlag“. Rinder 14 bis 16 Monate: Siegerrind von Familie Weber, Boxberg, Vater des Rindes ist „Monaco“. Rinder 16 bis 18 Monate: Siegerrind von Hof-Aischland Milch GbR, Weikersheim, Vater des Rindes ist „Morata“. Rinder 18 bis 20 Monate: Siegerrind von Familie Gehringer, Schonach, Vater des Rindes ist „Narrstein“. Rinder 20 bis 22 Monate: Siegerrind von Familie Weber, Boxberg, Vater des Rindes ist „Zepter“. Rinder 22 Monate und älter: Siegerrind von Hof-Aschland Milch GbR, Weikersheim, Vater des Rindes ist „Was sonst“. Gesamtsieger jung (zwölf bis 18 Monate): „Morata“-Rind von Hof-Aischland Milch GbR, Weikersheim. Reservesieger jung: „Monaco“- Rind von Familie Weber, Boxberg. Gesamtsieger alt (18 Monate und älter): „Zepter“-Rind von Familie Weber, Boxberg. Reservesieger alt: „Narrstein“-Rind von Familie Gehringer, Schonach. Die Siegerkälber im Überblick: „Dunkle“, Vorführerin Finja Ott, Ott GbR Nassau, „Anneliese“, Vorführer Johannes Nies, Ott GbR Nassau, „U-Bahn“, Vorführerin Luna Ott, Ott GbR Nassau.