Wertheim

Michaelis-Messe Rund 700 ältere Mitbürger genossen den Seniorennachmittag / Auch die Jugend hatte Spaß / Verkaufsoffener Feiertag zog Besucher an

Für die Mess’ ist man niemals zu alt

Archivartikel

Die Wertheimer Michaelis-Messe startet heute in die zweite Halbzeit. Am Dienstagnachmittag hatte sich das Volksfest einen kleinen Durchhänger geleistet, doch abends ging es wieder rund.

Wertheim. Es klang fast ein bisschen wie eine Beschwörungsformel: „Von morgen an, spätestens ab Donnerstag, wird das Wetter wieder besser.“ Das wäre schön. Denn zum Wiederauftakt nach dem Ruhetag meinte dieses es vor allem mit den Händlern an den Verkaufsständen und den Schaustellern im Vergnügungspark erst einmal nicht so gut. Grauer Himmel, nieselig und kühl – das sind einfach nicht die richtigen Voraussetzungen für ein unbeschwertes Messevergnügen.

Großveranstaltung

So hielt sich der Besuch der Michaelis-Messe am Dienstagnachmittag im Gegensatz zum Eröffnungswochenende dann auch in Grenzen. Gut gefüllt mit rund 700 älteren Mitbürgern war allerdings die Main-Tauber-Halle beim „größten Seniorennachmittag im Main-Tauber-Kreis“, wie Bürgermeister Wolfgang Stein bei der Begrüßung gemeinsam mit den stellvertretenden Oberbürgermeistern Bernd Hartmannsgruber und Brigitte Kohout nicht ohne Stolz vermeldete.

Gut 250 „Erstlinge“ hätten in der Main-Tauber-Halle dabei sein können, Frauen und Männer also, die gerade das „Mindestalter“ von 70 Jahren erreicht hatten, um eine Einladung von der Stadt zu erhalten. Ob sie alle gekommen waren, ließ sich nicht feststellen.

Gekommen waren aber Luise Schäfer, Anneliese Schwender und Martha Keller, mit 97 Jahren beziehungsweise zwei Mal 96 Jahren die ältesten Teilnehmerinnen der Veranstaltung. Die drei Seniorinnen durften sich ebenso über ein Präsent freuen wie später die drei Gewinner einer Verlosung, wobei das Ehepaar Gegenwarth aus Waldenhausen den ersten Preis „absahnte“.

Miteinander gesungen

Gesungen wurde beim Seniorennachmittag natürlich auch, das gehört einfach dazu. Das Trio „Happy Music“ lieferte die passenden Klänge. Nicht wenige Ältere zog es aber auch hinaus auf den Festplatz, schlechtes Wetter hin oder her.

Das wiederum spielte am Abend dann kaum noch eine Rolle. Halle und Weinzelt waren jeweils ziemlich proppenvoll. Die „Rhönrebellen“ hier und „Unplugged Project“ dort machten Party – und das Publikum machte mit. Wobei es im Weinzelt etwas „gesitteter“ zuging, jedenfalls was das „entern“ von Bänken oder gar Tischen betraf.

Wenn es richtig rund geht, dann übt das vor allem auf jüngere Messebesucher eine magische Anziehungskraft aus. Und so herrschte dann auch am Abend noch vor allem am und im „Breakdance“ sowie im „Hupferl“ – manchmal auch „Gaudikessel“ genannt – ein ums andere Mal „Kreischalarm“.

Stadt füllte sich schnell

Gestern Nachmittag erfüllten sich die Hoffnungen in Bezug auf das Wetter dann tatsächlich. Es blieb zwar kühl, wurde aber sonnig und blieb trocken. So füllte sich die Stadt am verkaufsoffenen Feiertag schnell. Und auch auf dem Messeplatz ging es geschäftig zu.

Ob auch die Kassen klingelten, wird die Bilanz zeigen, die abschließend gezogen wird. Aber es sah zumindest schon einmal gut danach aus.