Wertheim

Jahresabschluss Eigenbetrieb profitiert von Betriebsführungen für Kreuzwertheim und Südspessart

Gebührenerhöhung nicht nötig

Archivartikel

Wertheim.Der Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung Wertheim schließt das Jahr 2017 mit einem Gewinn in Höhe von knapp 13 500 Euro ab. Das gab Dezernent Helmut Wießner in der Sitzung des Gemeinderats bekannt. Im Plan hatte die Verwaltung mit einem Verlust von knapp 300 000 Euro gerechnet.

„Der Mehrbedarf für 2018 kann aus den Gewinnvorträgen der Vorjahre gedeckt werden. Deshalb brauchen wir keine Gebührenerhöhung“, sagte Wießner. Zuletzt hatte Wertheim die Gebühren im Jahr 2010 angehoben.

Das positive Ergebnis lässt sich unter anderem zurückführen auf: Mehreinnahmen bei Abwassergebühren (+126 000 Euro), der Kostenerstattung der Marktgemeinde Kreuzwertheim (+45 000 Euro), sonstigen betrieblichen Erträge (+57 000 Euro), geringeren Ausgaben beim Strombezug (-55 000 Euro) sowie der Klärschlammverwertung (-113 000 Euro).

Insgesamt profitiert der Eigenbetrieb laut Wießner stark von den Übernahmen der Betriebsführungen für Freudenberg und Kreuzwertheim. Ein Beispiel: Zwar wurde zusätzliches Personal eingestellt, insgesamt verkleinert sich der Anteil Wertheims jedoch, da beispielsweise nur ein Wochenenddienst für alle Anlagen benötigt werde. Ohne die Betriebsführungen hätte das Ergebnis bei einem Verlust von 36 000 Euro gelegen.

Im vergangenen Jahr wurden insgesamt mehr als 2,2 Millionen Euro investiert. Zwei Schwerpunkte waren die neue Zentrifuge auf der Zentralkläranlage (rund 317 000 Euro) oder die Erschließung des Wohngebietes „Wacholderbüschlein“ in Bettingen (rund 512 000 Euro). kab