Wertheim

"Fest der Begegnung" Erstmals feiern die diakonischen Einrichtungen in der Frankensteiner Straße im Hofgarten zusammen

Gemeinsam in die Stadt hinein wirken

Die diakonischen Einrichtungen der Frankensteiner Straße feiern am Sonntag, 23. Juli, erstmals gemeinsam ein großes "Fest der Begegnung".

Hofgarten. Normalerweise misst eine Meile, zumindest wenn es eine englische ist, rund 1,6 Kilometer. So lange ist die Frankensteiner Straße nicht und doch wird sie zur Meile - zur Festmeile der Diakonie. Und alle, ob Johannes-Diakonie Mosbach oder Diakonissenmutterhaus Frankenstein, ob Wohnstift Hofgarten oder evangelische Kindertagesstätte, ob Johanniter-Unfall-Hilfe oder Emmausgemeinde tragen ihren Teil dazu bei. "Wir wollen Spaß haben, unsere Nachbarschaft feiern, uns nach außen präsentieren und zeigen, wie wir gemeinsam in die Stadt hinein wirken", sagte Pfarrerin Dr. Verena Mätzke bei einem Pressegespräch über das "Fest der Begegnung".

Gemeinde und Wohnstift feierten alle zwei Jahre große, aber getrennte, Sommerfeste, erklärte Sabine Röhrig, unter anderem Geschäftsführerin der evangelischen Kindergärten in Wertheim und Tauberbischofsheim. Diesmal habe man beschlossen, sich zusammenzutun und alle Nachbarn einzuladen.

Nicht in der Frankensteiner Straße sondern in der katholischen Kirche St. Lioba geht es morgens um 10.30 Uhr los und zwar mit dem traditionellen ökumenischen Gottesdienst zur Segnung der Vorschulkinder. "Alle waren damit einverstanden, dass dies Bestandteil des Festes sein soll", freute sich Pfarrerin Mätzke.

Ab 12 Uhr geht es dann offiziell los im und rund um das Festzelt in der Frankensteiner Straße. Neben Kulinarischem, wie Mittagessen oder Kaffee und Kuchen, wird von allen Einrichtungen ein buntes Programm für alle Altersgruppen geboten. "Wir werden oft nicht so als Teil der Diakonie wahrgenommen, obwohl wir es sind", erklärte Stefan Dosch, Leiter des Bildungszentrums der Johanniter-Unfall-Hilfe. Vielleicht ändere sich diese Einschätzung in der Öffentlichkeit auch ein wenig durch die Teilnahme an der "Festmeile der Diakonie", wozu man unter anderem Kinderhüpfburg oder Schaumkuss-Wurfmaschine, aber auch einen Bobby-Car-Parcours anbietet.

Führungen durch das Wohnheim der Johannes-Diakonie gibt es laut Christoph Mahler, der die Einrichtung in Wertheim leitet. Basteln für Jung und Alt steht ebenfalls auf dem Programm, dazu Kinderschminken und manche kleine Überraschung.

"Wir sind für die Verpflegung zuständig", so der Geschäftsführer des Wohnstifts Hofgarten, Martin Leynar. und freute sich zum Beispiel über 60 gespendete Kuchen. Musik und Trudels Flohmarkt gehörten auch zum Programm.

Im Kindergarten, informierte dessen Leiterin Marion Schlör, lockt um 14 Uhr und 16 Uhr ein Kasperletheater, jeweils davor wird Popcorn verkauft und gegen 15 Uhr heißt es "Singen mit den Kindern". In all dem Trubel bietet das Diakonissenmutterhaus mit seinem Speisesaal einen Ort der Stille und Begegnung, so Geschäftsführer Walter Scheurich. Auch hier wird gesungen und zwar gegen 15.30 Uhr mit Jutta Dreikorn. "Wir wollen auch bei dieser Gelegenheit wieder ein offenes Haus sein und zeigen gerne, was wir haben", versicherte Schwester Irmgard.

Sie ließ sich nach kurzem Zögern, dazu überreden, gemeinsam mit Pfarrerin Verena Mätzke die Gruppen auszulosen für einen der Höhepunkte der Festmeile der Diakonie. Acht Teams nehmen am "Menschenkicker-Turnier" teil, das um 14 Uhr startet. Auch davon versprechen sich alle Organisatoren "ganz viel Spaß". ek