Wertheim

Fahrverbot verhängt Frau muss auch 100 Euro Buße zahlen

Gericht verurteilte Raserin

Archivartikel

Wertheim.Eine VW-Golf-Fahrerin aus dem Main-Spessart-Kreis wollte beim Amtsgericht Wertheim erreichen, dass sie kein Fahrverbot wegen Geschwindigkeitsüberschreitung erhält. Sie war am 18. September um 4.30 Uhr mit 80 Stundenkilometer durch Wertheim gebraust.

Ihr Ansinnen, unterstützt durch einen Verteidiger, blieb erfolglos. Die Richterin verhängte gegen die Betreuerin von 17 Geschäftsfilialen 100 Euro Bußgeld sowie ein Fahrverbot von einem Monat. Mit Rechtskraft des Urteils wird im Flensburger Fahreignungsregister ein weiterer Punkt auf dem „Konto“ der Frau eingetragen.

Die Filialen, um die sich die Beschuldigte kümmert, liegen zwischen Würzburg und Schweinfurt. Am Tattag erhielt sie nach eigenen Angaben um 4 Uhr den Anruf, dass sie wegen Ausfalls einer Verkäuferin nach Bergtheim müsse. Sie wählte die Strecke über die Spessart- und Odenwaldbrücke. In der Packhofstraße, Höhe „Bronnbacher Hof“, kontrollierte die Polizei mit einem Lasergerät ihr Tempo.

Die Messung ergab 83 Stundenkilometer (km/h), nach Abzug der Toleranz wegen eventueller Messfehler netto 80 km/h. Da die Frau innerhalb eines Jahres zum zweiten Mal innerorts so schnell erwischt wurde, erhielt sie vom Ordnungsamt der Stadt Wertheim als zuständiger Behörde nicht nur das Bußgeld auferlegt, sondern auch das Fahrverbot. So ist es im Bußgeldkatalog vor gesehen.

Die Argumente der Beschuldigten in der Verhandlung, sie benötige zur Ausübung ihrer Tätigkeit den Führerschein und könne nicht vier Wochen am Stück Urlaub machen, wies das Gericht zurück. Sie sei vorgewarnt gewesen (Urteil vom Januar 2017), doch die Wirkung habe nicht lange angehalten. Sie könne das Fahrverbot auffangen, indem sie sich von einer Aushilfskraft fahren lasse. goe