Wertheim

Silberne Konfirmation Elf Frauen und Männer feierten ihr Jubiläum mit der Gemeinde

Glaubensbekenntnis erneuert

Archivartikel

Sonderriet.Die silberne Konfirmation wurde am Sonntag in der Sonderrieter Friedenskirche mit einem Festgottesdienst gefeiert. Elf Jubelkonfirmanden bekräftigten ihren Glauben vor der Gemeinde und empfingen den besonderen Segen von Pfarrer Christoph Brandt.

Der Gottesdienst begann mit dem Einzug der silbernen Konfirmanden in die Kirche. In seiner Predigt sagte der Pfarrer, viele nehmen ihren Weg als selbstverständlich hin, nehmen als gegeben, dass nichts passiere, achteten nicht auf die Zeichen außen herum. „Wie seid ihr unterwegs?“, fragte Brandt die Gläubigen und sprach dabei speziell die Mittel an, mit denen jemand durch das Leben gehe.

Vor 25 Jahren hätten die damaligen Konfirmanden den „Schritt ins Leben“ getan, schaute der Pfarrer zurück, wie es bei den Älteren in schöner Übertreibung heiße. Die Konfirmation sei immer ein wichtiger Schritt auf dem Weg ins Erwachsenenleben.

Dabei würden Wissen und Erfahrung mitgenommen, die im Konfirmandenunterricht mitgegeben worden seien. Das werfe die Fragen auf, „was habt Ihr mitgenommen von damals?“ und „was tragt ihr noch heute als gute und liebe Erinnerung mit Euch?“.

Der Pfarrer meinte, die Konfirmandenzeit sei wie ein Auto, das nach der Montage auf Funktionstüchtigkeit geprüft werde. Nach einem regelrechten Prüfungsgottesdienst würden die Konfirmierten in ein Leben als mündige Christen entlassen. Das für ihn Entscheidende, so Brandt, sei nicht das Wissen, wichtiger sei das Begreifen,

Weiter griff er den Bibeltext zur Versuchung Jesu auf: „Der Mensch lebt nicht nur vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Munde Gottes geht.“ Entscheidend sei der Nachsatz. Dem Menschen, der nur vom Brote lebe, sei nur wichtig, was es an materiellen Dingen gebe.

Diesem fehlten jedoch Liebe, Hoffnung und Glaube. „Er braucht das Wort Gottes“, das die drei entscheidenden Dinge im Menschen wecke: den Glauben, die Liebe und die Hoffnung.

Die vormaligen Konfirmanden seien in ihrem Lebenswagen unterschiedliche Strecken gefahren, hätten sehr Unterschiedliches gesehen und erlebt. Die Frage sei, ob Raum und Zeit geblieben seien für Glaube, Hoffnung und Liebe. Brandt verglich den Glauben mit der Kraftquelle „Motor“, die Hoffnung mit einer Straßenkarte und die Liebe mit dem Kraftstoff, der den Lebenswagen am Fahren halte. Er wünschte den silbernen Konfirmanden, dass deren Lebenswagen gut in Schuss sei und dass Gott es nie am Kraftstoff des Lebens mangeln lasse.

Sascha Beck, Stephan Dosch, Thomas Flicker, Simone Klein, Stefanie Münkel, Christian Sadowski, Barbara Schmieg, Melanie Tschöp, Tobias Unger, Bernhard Wilhelm Weber und Christian Weimer hatten vor 25 Jahren den Bund ihrer Taufe bekräftigt. Der Pfarrer wiederholte vor den im Altarraum versammelten Jubilaren deren Konfirmationssprüche und segnete die elf Frauen und Männer. Als Geschenk der Kirchengemeinde überreichte er ihnen „kleine Engel, die man immer dabei haben kann“.

Abschließend zogen die Jubelkonfirmanden gemeinsam mit dem Pfarrer aus der Kirche aus. Luisa Râpa an der Orgel und der Posaunenchor Nassig-Sonderriet (Leitung Herbert Dosch) begleiteten den Festgottesdienst musikalisch. hpw