Wertheim

Kembacher Ortschaftsrat tagte Regina Oberdorf verabschiedet / Über Haushaltsmittelanforderungen informiert

Gremiumsmitglieder für neue Amtszeit verpflichtet

Archivartikel

Kembach.Der Ortschaftsrat Kembach tagte am Freitag in öffentlicher Sitzung im Rathaus. Besondere Aufmerksamkeit auch bei den Zuhörern erfuhren die Wechsel im Ortschaftsrat. Verabschiedet wurde Regina Oberdorf. Michael Hartig gehört dem Gremium neu an. Ortsvorsteherin Tanja Bolg soll nach dem Willen des Gremiums ihr Amt weiter ausüben.

Bei der Verpflichtung der Ortschaftsräte sprachen diese zuerst gemeinsam die Verpflichtungsformel. Es folgte jeweils der Handschlag der Ortsvorsteherin.

Tanja Bolg dankte den bisherigen Ortschaftsräten. Sie sah auch für die neue Wahlperiode „ein glückliches Händchen und eine gute Zusammenarbeit“. Dem neuen Ortschaftsrat gehören Tanja Bolg, Udo Fertig, Tino Fischer und Michael Hartig an.

Die Ortsvorsteherin sagte bei der Verabschiedung von Ortschaftsratsrätin Regina Oberdorf, diese habe sich 2009 als Neuling auf den Weg gemacht und in den Ortschaftsrat wählen lassen. Kembach habe sich seither verändert. Gemeinsam seien dafür viele Stunden investiert worden. Als Beispiele nannte Bolg den neuen Spielplatz an der Kembachtalhalle und die Neugestaltung der Blumenbeete in der Kembachtalstraße, „ein zeitaufwändiges Projekt“, das viele Wochenenden gekostet habe.

Die größte Aufgabe, so die Ortsvorsteherin, sei die Sanierung des Rathauses gewesen. Dieses habe alle Ortschaftsräte und viele ehrenamtlichen Helfer drei Jahre lang an jedem Wochenende beschäftigt. Bolg unterstrich, man habe mit der scheidenden Ortschaftsrätin viel gemeinsam erlebt. Diese sei stets „ein zuverlässiger und pflichtbewusster Ratgeber, Ansprechpartner und Ideengeber“ gewesen.

Regina Oberdorf sprach rückblickend von zehn wunderschönen Jahren. Bolg überreichte ihr Präsente von der Ortschaft und der Stadt Wertheim.

Die Vorschläge an den Gemeinderat zur Wahl des Ortsvorstehers und seines Stellvertreters fielen beide einstimmig aus. Ortsvorsteherin soll wieder Tanja Bolg werden, deren Stellvertreter erneut Udo Fertig. Die Wahlen selbst erfolgen in der Sitzung des Wertheimer Gemeinderats am 8. Juli.

Bei den Haushaltsmittelanforderungen für 2020 stellte die Ortsvorsteherin fest, dass sich nicht geändert habe. Manche Anforderungen bestünden zum Teil seit vielen Jahren. Bei den Investitionsmaßnahmen sprach Bolg die Erweiterung/den Neubau des Kindergartens ebenso an wie bei der Kembachtalhalle die Verbesserung der Wärmedämmung durch ein neues isoliertes Dach und eine Deckenisolierung. Die Sanierung der Treppenanlage mit einem Umbau soll wenn technisch möglich durch einen schrägen Zugang zur Halle ohne Stufen erfolgen. Angepasst werden sollen dabei auch die Fluchtwege an geltende Vorschriften mit der Erneuerung der Tür am Hinterausgang der Küche.

Bolg nannte an weiteren gewünschten Maßnahmen den Fahrradweg Kembach – Holzkirchhausen und die Anbindung an den Fahrradweg Urphar – Neubrunn. Der Jugendraum brauche eine neue Elektroverteilung. Gewünscht seien ein Holzofen und ein Elektroherd inklusive Backofen.

Bordsteinabsenkungen seien nötig an der Einfahrt Blumenstraße, der Querung an den Bushaltestellen und an der Kembachtalstraße 17. Verbessern solle man am Ortseingang Richtung Dertingen den Gehweg an der K 2825, Holzkirchhäuser Straße, bachseitig bis zum Ortsschild. Angefordert sei auch die Umschaltung der bestehenden Straßenlaterne in der Höhefelderstraße 19 von der Sportplatzbeleuchtung in die Straßenbeleuchtung.

An Unterhaltungsmaßnahmen kistete Tanja Bolg die Reparatur der Straße „Am Heidweg“ und die Asphaltierung bis zur Einfahrt Friedhof auf. Neu in die Haushaltsmittelanforderungen aufgenommen habe man eine Fundamentsanierung am Friedhof (Grabreihe 1 mit vier Doppelgräbern“. Denn die Grabsteine neigen sich. Genannt wurden auch Feldwegeerneuerung und Feldwegeschotterung, insbesondere die Fortsetzung der Asphaltierung eines Wegs zum Holzlagerplatz sowie die Teilasphaltierung eines Feldwegs beim Aussiedlerhof Weimer. hpw