Wertheim

Am Amtsgericht verhandelt 29-Jähriger hat keinen Erfolg mit Einspruch

Haschischkauf führt zu 2400 Euro Strafe

Wertheim.Ein 29-Jähriger muss wegen unerlaubten Erwerbs von Betäubungsmitteln in zwei Fällen eine Geldstrafe in Höhe von 2400 Euro zahlen. Der Angeklagte legte Einspruch gegen einen Strafbefehl ein. Nun bestätigte in einer Verhandlung beim Amtsgericht Wertheim die Richterin in ihrem Urteil die ursprüngliche Strafe von 80 mal 30 Euro.

In der Verhandlung bestritt der Angeklagte, zwei Mal jeweils 30 Gramm Haschisch von einem gesondert verfolgten Verkäufer auf dem Wartberg erworben zu haben. Das Verfahren gegen den Verkäufer ist beim Landgericht Mosbach anhängig.

Im Sommer 2016 hatte die Polizei gegnügend konkrete Hinweise auf Drogenhandel durch den Verkäufer, dass sie einen richterlichen Beschluss zur Wohnungsdurchsuchung erhielt. Sie nahm den Verkäufer fest. Auf der Dienststelle räumte dieser ein, dass er zwischen April und Juni 2016 zwei Mal 30 Gramm Haschisch verkauft hat, das Gramm zu zehn Euro – insgesamt also eine Summe in Höhe von 600 Euro. Auf dem Handy des Verkäufers war zudem die Telefonnummer des Angeklagten gespeichert.

In der Verhandlung beteuerte der Beschuldigte, dass er den Verkäufer nicht kenne. Dieser habe ihn zwar auf einer Fete um die Telefonnummer gebeten, und er habe sie ihm gegeben. Geredet habe er auf der Fete mit dem Verkäufer nicht. Der Verkäufer habe ihn aus Ausländerfeindlichkeit bei der Polizei belastet, so der Vorwurf Angeklagte.

Laut Polizei nannte der Verkäufer „eine Menge“ weiterer Drogenabnehmer und habe den Eindruck gemacht, dass er die Wahrheit sagt. Die genannten Drogenabnehmer hätten bei ihrer Vernehmung ganz oder teilweise gestanden, andere alles abgestritten. Der Verkäufer war als Zeuge bei Gericht geladen, fehlte aber ohne ausreichende Entschuldigung und bekam ein Ordnungsgeld von 100 Euro auferlegt.

Die Staatsanwaltschaft beantragte schließlich eine Strafe von 80 mal 30 Euro. Der 29-Jährige erklärte, er verstehe nicht, warum er für etwas bestraft werden soll, was er nicht getan habe. Das Gericht schloss sich in seinem Urteil jedoch dem Atrag der Staatsanwaltschaft an. Es habe den konkreten Angaben des Verkäufers bei der Polizei, wer was und wie viel kaufte, mehr Glauben geschenkt als dem, was der Beschuldigte in der Verhandlung vorbrachte. goe