Wertheim

Kulturkreis Wertheim „Große Musik für kleine Leute“ soll Kinder vorsichtig an konzertante Stücke heranführen

Hits aus Filmen als Einstieg

Archivartikel

Bestenheid.Bekannte Musikstücke für kleine Leute sorgte am Samstag in der Aula der Comenius Realschule für große Begeisterung beim jungen Publikum. Aber auch die Eltern die mitgekommen waren, genossen eine gelungene Stunde Musik.

Die Veranstaltung „Große Musik für kleine Leute“ des Kulturkreis Wertheims wollte Kinder unter anderem an klassische Musik heranführen und ihnen die Möglichkeit geben, Orchestermusik aus dem Bereich der konzertanten Blasmusik kennenzulernen. Dies gelang den Musikern des symphonischen Blasorchesters der Musikkapelle Lengfurt (Leitung Michael Geiger) perfekt.

Ausgewählt hatte man Lieder aus Disneyfilmen. Bei der Liedauswahl hatte der Vereinsnachwuchs eine bedeutende Stimme gehabt. Die Kinder im Publikum lernten auch verschiedene Instrumente und ihre individuellen Klänge kennen.

Durch das Programm führte Dr. Bruno Hock, Vorsitzender der Musikkapelle. Nach dem Konzert berichtete er im FN Gespräch: „Wir wollen Kinder mit solchen Konzerten für Blasmusik begeistern.“ Der Verein setzt sich auch sonst stark in der Jugendausbildung ein. So bietet er für Kinder ab acht Jahren eine zweijährige Bläserklasse zur Grundausbildung an. Außerdem gehört unter anderem ein Jugendorchester mit dem Namen „Tonträger“ und Musikern zwischen zwölf und 15 Jahren zum Verein.

Das Konzert eröffnete das symphonische Blasorchester mit den drei Sätzen des „Nussknackers“. Sie erzählen die Geschichte von Klara, die zu Weihnachten einen Nussknacker bekommt. In ihrem Traum führt dieser mit Spielzeugsoldaten einen Krieg gegen den Mäusekönig.

Die Bedeutung der Tuba für das Orchester leitete zum nächsten Stück über. Edvard Griesgs „Peer Gynt Suite No.1“ erzählt die Geschichte von Peer Gynt der in der Höhle des Bergkönigs in Gefahr gerät, als er dort auf allerlei ihm nicht gut gesinnt Hexen, Trolle und Gnome trifft. Hock erklärte: „Die Melodie kommt in verschiedenen TV Serien zum Einsatz.“

Mit ’nem Teelöffel Zucker

Mary Poppins ist ein magisches Kindermädchen wie es sich alle Kinder wünschen. Im Lied aus dem Film spielte das Horn eine besondere Rolle. Die Abenteuer mit dem Kindermädchen erlebte das junge Publikum nicht nur instrumental. Eine Tanzgruppe der Faschingsgesellschaft „Lengfurter Schnagge“ (FLS, Trainerin Tanja Rösch) brachte die Geschichte auch tänzerisch näher.

Weiter ging die Reise der Kinder in die Serengeti zum „König der Löwen.“

Elton John habe sich mit den Liedern um Simba dem Löwenbaby der zum König der Tiere wird in die Herzen aller Kinder komponiert, sagte Hock. Aber auch Erwachsene fänden daran Gefallen. Vorgestellt wurde in diesem Konzertteil die Oboe.

Zur Musik tanzte so mancher der kleinen Gäste mit, so auch zur deutschen Version von „How far I go“ aus dem Animationsfilm Film „Viana“. Er erzählt von der Tochter eines Stammeshäuptlings auf einer paradiesischen Insel in der Südsee. Beim Lied wurde das Orchester gesanglich begleitet. Weiter ging es mit heldenhaften Tönen aus dem Animationsfilm „The Incredibles“, der erstmals 2004 erschien. Er erzählt von unglaublichen Superhelden, die normale Menschen denen Unrecht geschieht helfen wollen. Das Orchester hatte als Deko extra eine Fotowand zu diesem Film mitgebracht, die nach dem Konzert Grundlage vieler Familienfotos wurde.

Als Zugabe spielte das Orchester mit „Hurra, Hurra“ eine Mischung bekannter Melodien aus Kinderklassikern wie Pumuckl, Heidi, Pipi Langstrumpf, Biene Maja und den Schlümpfen. Hierbei lernten die Kinder Saxophon und Schlagzeug näher kennen. bdg