Wertheim

Gemeinderatssitzung Rückblick auf Veranstaltungen im vergangenen Monat / Bürgermeister dankte allen Beteiligten / Gremium entschied über Bauanträge

„Imagegewinn für Kreuzwertheim“

Archivartikel

Geradezu euphorisch bilanzierte Bürgermeister Klaus Thoma im Gemeinderat den Monat Mai mit dem Sommer Open Air und den weiteren Veranstaltungen: „Es war ein gemeinsamer Erfolg.“

Von unserem Mitarbeiter

Elmar Kellner

Kreuzwertheim. Auf einen ereignis-, vor allem aber auch für die Marktgemeinde erfolgreichen Monat Mai blickte Bürgermeister Klaus Thoma in der Gemeinderatssitzung am Dienstag zurück.

Er nutzte die Gelegenheit, noch einmal umfassend Dank abzustatten an die Organisatoren, Helfer und Teilnehmer der diversen Ereignisse. Mit der fraktionsübergreifenden Veranstaltung „Wir sind Europa“ am 4. Mai in der Dreschhalle habe man „gezeigt, dass uns unsere gemeinschaftlichen europäischen Werte wichtig sind“, so Thoma.

Thoma lobt Ehrenamtliche

Die Einweihung des „Quätschichplatzes“ am 19. Mai nannte er „ein schönes, kleines, feines Fest“. Auch die Europawahl am 26. Mai reite der Bürgermeister in seine Aufzählung, um hier vor allem den ehrenamtlichen Einsatz der Wahlhelfer zu würdigen.

Diese hätten „der Demokratie und uns allen einen guten Dienst erwiesen“. Nicht fehlen durfte als Abschluss und absoluter Höhepunkt wohl nicht nur des Monats Mai das „Radio Gong Sommer Open Air“ am 29. Mai mit Alvaro Soler, „Voice Kids 2018“-Gewinnerin Anisa Celik und anderen Künstlern (wir berichteten jeweils). „Kreuzwertheim hat sich von seiner besten Seite gezeigt“, freute sich Thoma, vergaß aber nicht zu erwähnen, dass dazu alle Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft ihren Beitrag geleistet hätten. „Es war ein gemeinsamer Erfolg.“

Er sei stolz auf die Vereine und die rund 600 Helferinnen und Helfer, dankbar aber auch den „Blaulichtorganisationen“, den Firmen für ihre Unterstützung, dem Gemeinderat für das Vertrauen, den Städten Wertheim und Miltenberg und nicht zuletzt „dem weltbesten Orga-Team“. Für Kreuzwertheim bedeute diese Veranstaltungen einen enormen Imagegewinn, der überregionale Bekanntheitsgrad sei erheblich gesteigert worden. Am wichtigsten seien ihm aber der Zusammenhalt und die Identifikation mit der Gemeinde. „Das ist unbezahlbar.“

Nach dem Großereignis vergangene Woche muss der Wohnmobilstellplatz noch einmal abschließend überprüft und kann dann wieder freigegeben werden, erklärte der Bürgermeister auf eine weitere Anfrage Flicks.

Aufhebung Bebauungsplan

Der „Rest“ der Sitzung war „Business as usual“. So wurde einstimmig der Satzungsbeschluss über die Aufhebung des gut 50 Jahre alten Bebauungsplanes „Engländlein“ gefasst. Schon zuvor hatte das Gremium einem Antrag zur Wohnraumerweiterung und zum Anbau eines Carports im bisherigen Geltungsbereich dieses Bebauungsplanes einmütig zugestimmt.

Ebenfalls geschlossen befürwortet wurde der Neubau eines Wohnhauses mit Garage in der Lengfurter Straße. Seine Zustimmung, bei allerdings einer Gegenstimme, gab der Gemeinderat schließlich zur Aufstockung eines Gebäudeteils in der Kreuzstraße. Das Landratsamt wurde gebeten, die Anzahl der benötigten Stellplätze zu ermitteln.

Das Gremium forderte in seinem Beschluss die Vorlage eines Lageplanes mit Nachweis der Stellplätze und dass diese bis spätestens zur Nutzungsaufnahme tatsächlich vorhanden sind.

Vergabeverfahren

Auf der Tagesordnung standen außerdem mehrere Vergabeverfahren: Aus der nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung vom Mai gab Bürgermeister Klaus Thoma bekannt, dass das Büro Borst aus Bergrheinfeld für einen Pauschalpreis von 2.360 Euro netto mit den Vermessungsarbeiten und die pgu Ingenieurgesellschaft aus Ritschenhausen als wirtschaftlichster Bieter für 2.555 Euro netto mit der Baugrunduntersuchung für den Neubau des Hochbehälters für die Wasserversorgung beauftragt wurden.

Die Wertheimer Firma Fischer Dach erhielt zum Brutto-Preis von rund 50.116 Euro den Zuschlag für die Erneuerung der Dacheindeckung am Bauhof.

Die Kosten für die Gerüststellung kommen noch hinzu. Allein auf den fachgerechten Abbau und die Entsorgung der Eternitplatten entfallen etwa 30 Prozent des genannten Betrags.

Durch Eigenleistungen des Bauhofes soll eventuell eine Kostenreduzierung erreicht werden. Der Auftrag für die Parkettarbeiten beim Umbau und der Erweiterung der Turnhalle Röttbach zur Mehrzweckhalle ging für knapp 6.195 Euro, inklusive drei Prozent Nachlass, an die Firma Bembé Parkett aus Bad Mergentheim.

Mehrere Aufträge wurden für den Umbau und die Erweiterung des Kindergartens Birkenstraße vergeben.

Die Schreinerei Mayer aus Wertheim soll für rund 76.659 Euro die Schreinerarbeiten Innentüren erledigen, wobei durch Änderungen bei der Ausführung noch mit einer Reduzierung um circa 9.500 Euro gerechnet werden kann.

Die Firma Fliesen Breunig aus Eichenbühl führt für knapp 15.442 Euro die Fiesenarbeiten und die Firma Rumoboden aus Wertheim für rund 42.616 Euro die Bodenbelagsarbeiten aus. Alle genannten Summen sind Bruttopreise.