Wertheim

Leserbrief Zu den Nachwirkungen der Oberbürgermeisterwahl

In Wertheim findet politische Zäsur statt

Am 3. Februar ist bei der OB-Wahl eine eindeutige Entscheidung gefallen: Für Veränderung.

Nur scheinen die Demokraten dies nicht aushalten zu können. Da wird gejammert und getrotzt. Da ist von Undank und sonstigem emotionalem Gedöns die Rede.

Was soll das? Der Bürgermeister, der ja gute und wertvolle Arbeit geleistet hat, wurde ja nicht abgewählt. Es wurde die Entscheidung für einen neuen Oberbürgermeister getroffen. Der Souverän, der Wähler, hat gesprochen. Er will etwas verändern.

Nutzen wir alle zusammen diese Chance.

Da sich der am 3. Februar unterlegene Kandidat möglicherweise vollständig zurückzieht, und dies hoffentlich schnellstmöglich durch eine klare schriftliche Äußerung manifestiert, bekommt Wertheim die Möglichkeit, neben dem höchsten Amt auch das zweitwichtigste kreativ zu besetzen.

Zudem werden bei den Gemeinderatswahlen am 26. Mai flankierende Maßnahmen durch den Wähler in dem offensichtlich von ihm eingeleiteten Veränderungsprozess vorgenommen werden. Ich wünsche und hoffe, dass die in Wertheim etablierten politischen Vereinigungen dies in der Wahlkampforganisation und der Listenaufstellung einkalkulieren. Den Etablierten aller Parteien wurde im letzten Monat aufgezeigt, dass man viele Menschen motivieren und mobilisieren kann. Aber für die mit der meisten Zukunft, nämlich unsere jugendlichen Bürger, darf die Zukunftswerkstatt nicht im Arkadensaal, sondern muss im Chatroom stattfinden.

Fazit: In Wertheim findet eine politische Zäsur statt. Nutzen wir die Chancen und jammern nicht dem Vergangenen hinterher. Raus aus den Nebenzimmern, hin zu transparenten und gemeinschaftlichen Entscheidungen.