Wertheim

Freiwillige Feuerwehr Abteilungskommandant Tiederle blickte auf ereignisreiches Jahr zurück / Zahlreiche Mitglieder für Verdienste geehrt

In Zukunft weniger Einsätze zu erwarten

Neben dem Rückblick auf das vergangene Jahr standen auch einige Ehrungen auf der Tagesordnung der Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr.

Dertingen. Vor den im Gasthaus „Löwen“ zusammengekommen Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Dertingen blickte Abteilungskommandant Stefan Tiederle in seinem Bericht auf ein ereignisreiches Jahr mit insgesamt 15 Einsätzen zurück. Neben den Einsätzen auf der Autobahn wurde die Wehr zu technischen Hilfeleistungen, Amtshilfen für den Rettungsdienst, einem LKW-Brand und einem schweren Verkehrsunfall zwischen Bettingen und Urphar gerufen.

Unterstützung für Nachbarorte

Nach dem Ende der Baustelle auf der A 3 wurde die Dertinger Feuerwehr mittlerweile wieder aus dem Alarmplan der Autobahn herausgenommen, so dass für die Zukunft wieder weniger Einsätze zu erwarten sind, erklärte der Abteilungskommandant. Es habe sich gezeigt, dass die Feuerwehr nicht nur für die Gefahrenabwehr im eigenen Ort, sondern immer öfter auch zur Unterstützung der Feuerwehren in den Nachbarorten gerufen wird. Aufgrund der fehlenden Tagalarmsicherheit auf den Ortschaften müssten mehrere Abteilungen alarmiert werden, um in kurzer Zeit ausreichend Kräfte zu haben, so Tiederle.

2017 wurden insgesamt 13 Übungen durchgeführt. Die Feuerwehr umfasst aktuell 23 Aktive, 25 Ehrenmitglieder, 20 Personen der Altersmannschaft sowie 47 passive Mitglieder.

Der stellvertretende Abteilungskommandant und Jugendwart Martin Holzhäuser informierte über den Stand der Jugendfeuerwehr. In Absprache mit den Kameraden aus Bettingen sollen die Übungen der Jugendfeuerwehr zusammen mit der Bettinger Jugendfeuerwehr stattfinden. Den Kassenbericht verlas Kassier Helmut Schmidt. Kassenprüfer Egon Beuschlein bescheinigte eine einwandfreie Buchführung, es folgte die einstimmige Entlastung.

Ehrungen

Zu Ehrenmitgliedern ernannt werden sollen Herbert Baumann, Rudolf Galowitz, Erich Götz und Ewald Holzmann. Die offizielle Ernennung erfolgt im Rahmen eines Ehrenabends für die Gesamtfeuerwehr Wertheim. Dennoch ließ es sich Kommandant Tiederle nicht nehmen, den Ehrenmitgliedern persönlich ein kleines Präsent zu überreichen.

Darüber hinaus können die Feuerwehrleute Egon Beuschlein, Jonas Hergenhan, Walter Holzhäuser, Norbert Hörner und Jürgen Seubert auf 40 Jahre aktiven Dienst zurückblicken. Hier wird die offizielle Würdigung ebenfalls am Ehrenabend stattfinden.

Ehrenkommandant Theo Friedrich stellte die Einsatzbereitschaft der Feuerwehrmänner heraus. Besonders freute ihn, dass von den in den vergangenen Jahren neu ausgebildeten Gruppenführern auch neue Ideen für die Ausbildungseinheiten eingebracht wurden. So wurden neben klassischen Übungen auch mehrere Objektbegehungen durchgeführt, wie zum Beispiel in der Mandelberg-Halle.

Stadtbrandmeister Ludwig Lermann betonte in seinem Grußwort die gute Arbeit der Dertinger Feuerwehr. Besonders würdigte er für die Tätigkeit als Erkunder auf der Autobahn in den vergangenen drei Jahren. Gerade im Baustellenbereich mit den verengten Fahrbahnen, in denen keine Rettungsgasse gebildet werden kann, sei es wichtig gewesen, möglichst frühzeitig und genau zu erfahren, wo eine Einsatzstelle lag, um die nachrückenden Kräfte möglichst schnell an diese heranzuführen.

Wichtige Erfahrungen gesammelt

Obwohl dies jetzt nicht mehr notwendig sei, werde es wohl auch in Zukunft mehr Einsätze geben. Denn durch die tagsüber fehlenden Einsatzkräfte auf den Ortsteilen würden hier in den Ausrückebereichen die Wehren auch in die Nachbarorte zur Unterstützung gerufen.

Ortsvorsteher Egon Beuschlein betonte, dank der Einsatzbereitschaft der Wehr könnten sich die Einwohner beruhigt und sicher fühlen. Auch freute er sich, dass die Jugendarbeit fortgeführt wird.

Bei der Wahl zum Kassenprüfer stand der langjährige Prüfer Günter Hepp aus persönlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung. Es wurden Egon Beuschlein und Christian Zapf einstimmig gewählt.

Aus den Reihen der Anwesenden kam der Antrag, dass für die Atemschutzgeräteträger eine heiße Einsatzübung durchgeführt werden sollte. Stadtbrandmeister Lermann versprach, nach Möglichkeit in 2019 einen gasbefeuerten Übungscontainer für Brandsimulation nach Wertheim zu holen, so dass es für alle Atemschutzgeräteträger Wertheims wieder eine heiße Einsatzübung geben kann. ffw