Wertheim

Helios Unternehmen plant Neubauten für Produktion und Lagerung

Isolierkannen-Hersteller will Werk in Bestenheid erweitern

Wertheim.Das Unternehmen Helios, Marktführer für Isolierkannen im Profi-Bereich, plant am Standort Bestenheid auf dem ehemaligen Woerner-Areal Erweiterungen für Produktion und Lagerung. Darüber informierten sich, wie es in einer Pressemitteilung weiter heißt, Bürgermeister Wolfgang Stein und Wirtschaftsförderer Jürgen Strahlheim bei einem Firmenbesuch.

Teilabriss des Woerner-Gebäudes

In Wertheim hat das Unternehmen inzwischen drei Standorte: Die Zentrale mit Werk 1 befindet sich "Am Eichamt", das Werk 2 mit Hochregallager im Industriegebiet "Am Kessler" in Bestenheid und ein Standort im Gewerbegebiet Reinhardshof dient als zusätzliches Lager. Das Unternehmen entwickelt sich gut, deshalb braucht es mittelfristig weitere Flächen für Produktion, Montage und Logistik.

Uta und Michael Oetzel, die beiden Geschäftsführer von Helios, führten die Vertreter der Verwaltung zunächst in die umgebauten Büroflächen im Werk 1. "Hier haben wir den ersten Schritt unserer Weiterentwicklungsplanung - den Ausbau und die Modernisierung der Verwaltung - vor wenigen Tagen abgeschlossen", informierten die beiden.

Als nächster Schritt ist eine Erweiterung auf dem benachbarten ehemaligen Woerner-Areal geplant. Dazu steht die Geschäftsführung seit Mitte 2015 in Kontakt mit der Stadtverwaltung. Nachdem das Bauvorhaben positiv beschieden wurde, hat Helios das Nachbargrundstück im Herbst 2016 erworben.

Jetzt beginnen Michael Oetzel zufolge die konkreten Planungen für die Weiterentwicklung des Werks 1. Vorgesehen sind ein Teilabriss des Woerner-Gebäudes, Neubauten für Produktion und Lagerung sowie die Anlage von Parkplätzen.

"Das ist eine bedeutende Investition, mit der wir die Weichen für die Zukunft stellen," betonten die Geschäftsführer. Von verbesserten Prozessabläufen sollen nicht nur die Standorte in der Main-Tauber-Stadt, sondern auch das Tochterunternehmen Hekuplast in Tschechien profitieren. Dort liegt der Schwerpunkt in der Herstellung von Kunststoffprodukten. In Wertheim und in Tschechien sind jeweils etwa 50 Mitarbeiter beschäftigt.

"Vorgesehen ist, im Jahr 2018 die nicht benötigten Gebäudeteile des ehemaligen Woerner-Areals abzureißen. Parallel dazu arbeiten wir an der Bauantragsplanung und an den Voraussetzungen für die Beantragung von Fördermitteln", erläutert Michael Oetzel die Zeitplanung.

Jürgen Strahlheim hat die Möglichkeiten, Fördertöpfe des Landes für die Investitionen zu nutzen, bereits geprüft. Erfolg versprechend ist das "Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum", weil es speziell die Wiederbelebung leerstehender Industriegebäude berücksichtigt.

Bürgermeister Stein sicherte zu: "Wir helfen gerne bei der Antragstellung und begleiten das Unternehmen im weiteren Genehmigungsverfahren."

Seit der Gründung 1909 im thüringischen Ilmenau und dem Neubeginn 1950 in Wertheim stellt Helios Isolierkannen und -gefäße her. Heute beliefert das Unternehmen mit einer Exportquote von rund 55 Prozent die ganze Welt. In Deutschland sind die Kannen vor allem in Kantinen, Wohn- und Pflegeeinrichtungen, Hotels sowie in Krankenhäusern im Einsatz.