Wertheim

Grundschule Verbandsversammlung folgte dem Wunsch der Schulleitung

Jugendsozialarbeit ab dem nächsten Schuljahr geplant

Kreuzwertheim.Zum Schuljahr 2018/2019 soll an der Grundschule Kreuzwertheim die Jugendsozialarbeit mit einem Umfang von einer halben Stelle eingeführt werden. Einen entsprechenden Antrag beschloss die Schulverbandsversammlung am Dienstag einstimmig und folgte damit dem Wunsch der Schulleitung. Aber auch das Kollegium, der „mobile sozialpädagogische Dienst“ und die Elternschaft sehen einen entsprechenden Bedarf.

Auf Nachfrage von Thea Kohlross sah Schulleiterin Elke Jaklin „in jeder Klasse bestimmt fünf bis sechs Schülerinnen und Schüler“ mit einem entsprechenden Betreuungsbedarf. Die Gründe, die sie hierfür aufzählte, seien vielfältig und so nicht nur an der Bildungseinrichtung in Kreuzwertheim zu finden.

Einer davon – aber nicht der einzige – ist der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund, der bei rund 20 Prozent liegt. „Schulische Ressourcen alleine reichen oft nicht aus, um interkulturellen Problemlagen vorzubeugen und die jungen Menschen mit ihren Familien schulisch und außerschulisch zu begleiten“, heißt es unter anderem in der Vorlage zu diesem Tagesordnungspunkt. Die beantragte halbe Stelle entspräche 19,5 Wochenstunden und damit während der Schulzeiten einer täglichen Arbeitszeit von 4,25 Stunden.

An der Otfried-Preußler-Schule im benachbarten Wertheim habe sich die Jugendsozialarbeit sehr bewährt, wusste Margarete Glowienka. Sie entlaste auch die Lehrer. Aufgrund seiner positiven Erfahrungen aus seiner Zeit als Lehrer an der Comenius Realschule sprach sich Jo Krimm dafür aus, man solle gleich versuchen, das Stundenkontingent zu erhöhen.

Dafür sah aber nicht nur die Schulleiterin kaum Chancen. „Wir können froh sein, wenn die Halbtagsstelle genehmigt wird“, erklärte Elke Jaklin.

Kämmerer Rupert Schiller meinte, sollte die Praxis zeigen, dass das Angebot nicht ausreiche, könne man sich um eine Aufstockung bemühen.

Die Zustimmung des Schulverbandes ist unabdingbare Voraussetzung für die Jugendsozialarbeit. Doch selbst wenn diese nun einmütig erteilt wurde, garantiert dies nicht die Einführung.

Denn finanziell beteiligen müssen sich auch die Regierung von Unterfranken und der Main-Spessart-Kreis. ek