Wertheim

Auszeichnung Der als „Flunder“ benamte Unterschrankstaubsauger kam auf den ersten Platz / Schulsieg ging zum dritten Mal an die Comenius-Realschule

Kai Fleuchhaus holte Sieg nach fünf Anläufen

Archivartikel

Wieder gab es Preise für Kreative Köpfe. In der Aula des Beruflichen Schulzentrums wurden am Montagabend die Sieger der achten Runde des gleichnamigen Wettbewerbs in Wertheim ausgezeichnet.

Wertheim. Man könnte versucht sein, von Routine zu schreiben. Immerhin stand am Montag schon zum achten Mal die Preisverleihung des Wettbewerbs „Kreative Köpfe“ auf dem Programm. Dass dennoch zu keiner Minute der knapp zweistündigen Veranstaltung in der Aula des Beruflichen Schulzentrums so etwas wie Langeweile aufkam, lag vor allem wieder an den jugendlichen Erfinderinnen und Erfindern und ihren erstaunlichen Ideen.

Qual der Wahl

Man glaubt es sofort, dass es den Mitgliedern der Jury nicht leichtgefallen ist, aus den zugelassenen elf Vorschlägen eine Rangfolge zu bilden, die für die Verteilung der Preise in den sechs Kategorien aber unerlässlich ist. Die Experten unter der Leitung von Professor Volker Siegismund sorgten mit ihrem Votum für einen „Heimsieg“ und dafür, dass ein Schüler bei seiner sechsten Teilnahme an dem Wettbewerb endlich am Ziel seiner Wünsche angekommen ist.

Hattrick

Kai Fleuchaus, inzwischen 16-jährig und erstmals für das Berufliche Schulzentrum am Start, nachdem er zuvor fünf Mal für die Comenius Realschule ins Rennen gegangen war, sicherte sich mit seinem „Flunder“-Unterschrankstaubsauger den Gesamtsieg. Ein „Hattrick“ gelang der Comenius Realschule. Zum dritten Mal in Folge konnten Rektor Hans-Peter Otterbach und die dort für den Wettbewerb zuständige Lehrerin Denise Voit den Schulpreis entgegennehmen.

„Was machen wir Morgen?“ Mit dieser, der Überschrift eines Zeitungsartikels entlehnten Frage, leitete der Leiter des Beruflichen Schulzentrums, Manfred Breuer, seine Begrüßung ein, um auch gleich selbst zu antworten: „Das weiß kein Mensch.“ Dies sei das Problem, aber auch die Chance und die Herausforderung unserer Zeit.

„Wir kennen nur die Spitze des Eisbergs.“ Die Kreativität sei der einzige Rohstoff, über den Deutschland verfüge, machte Breuer deutlich. Die Teilnehmer seien damit genau auf dem richtigen Weg. „Wir waren wieder überrascht und begeistert“, freute sich der Vorsitzende des Fördervereins und Jurymitglied Jürgen Lutz darüber, dass der Wettbewerb erneut dazu beigetragen habe, schlummernde Kreativität zu wecken, junge Menschen zu fördern und sie bei der Umsetzung ihrer Ideen zu unterstützen.

Viele Firmen beteiligt

Wie die Rednerinnen und Redner vor und auch nach ihm, stattete Bürgermeister Wolfgang Stein umfassend Lob und Dank an alle ab, die zum Erfolg des Wettbewerbs „Kreative Köpfe“ beigetragen haben. Vor allem würdigte er die Unterstützung durch die Wertheimer Firmen, aber auch den Mut der jungen Erfinder, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen. Geleitet worden war dieser von Iris Lange-Schmalz, die Jürgen Lutz als „die gute Seele“ bezeichnet hatte. Einen wertvollen Beitrag leistete aber auch wieder Wolfgang Konrad. Beide teilten sich die Siegerehrung, da der Jury-Vorsitzende Professor Siegismund nicht an der Veranstaltung teilnehmen konnte.

Zunächst rekapitulierte Lange-Schmalz noch einmal den zeitlichen Verlauf des Wettbewerbs seit September vergangenen Jahres und stellte dann die elf zugelassenen Beiträge und deren Erfinder vor. Während der Preisverleihung durch Wolfgang Konrad führte die Wettbewerbsleiterin kleine Gespräche mit den erfolgreichen Teilnehmern und entlockte ihnen die eine oder andere Erkenntnis.

Die drei Erstplatzierten in der Gesamtwertung und die Siegerin in der Kategorie „Präsentation“ bekamen die Gelegenheit, ihre Projekte dem interessierten Publikum näher vorzustellen.