Wertheim

Kärwe in Kembach „Pfarrer“ wusste so manche Anekdote aus dem Ortsgeschehen zu erzählen

Kamel bespritzt Besucher

Kembach.Die Kambma Kärwe am Montag begann auch in diesem Jahr sportlich mit verschiedenen Fußballturnieren. Am Abend wurde auf dem Sportgelände kräftig gefeiert und gelacht. Veranstalter war erneut der TSVKembach. Für die musikalische Unterhaltung und die Tanzmusik sorgten die Neubrunner Kerwamusikanten.

Kinder folgten auf Schritt und Tritt

Kurz nach 20 Uhr marschierte die Kärwegesellschaft, angeführt vom Tafelträger Leon Ries, in die fast voll besetzte Halle der Sportplatzes ein. Beliebtestes Mitglied der Truppe war erneut das Kärwekamel (Felix Bolg und Jan Hörner), das vom Kameltreiber Marcel Weimer geführt wurde. Bei seinem Weg zwischen den Tischreihen spritzte das Kärwetier Wasser auf die Gäste. Einige der Kinder waren ganz erpicht darauf, einen Strahl abzubekommen und folgten dem Kamel dafür auf Schritt und Tritt.

Gut beschirmt vom Schirmträger Patrick Weimer glossierte Kärwepfarrer Manuel Mach das Ortsgeschehen seit der vergangenen Kärwe. „Des Joar hat jeder sein Bestes gebe“, stellte er fest. Wirrungen habe es bei einem 40. Geburtstag einer Frau aus Dietenhan gegeben, den sie auf dem Sportgelände in Kembach feierte. Um sicher zu gehen, hatte sie dieses früh reserviert. Es waren dann auch alle Gäste gekommen und es wurde getrunken und gefeiert. Nur der Metzger mit dem Essen habe auf sich warten lassen.

Irrsuchlauf

Als man diesen endlich erreicht hatte, stellte sich heraus, dass die Gastgeberin vergessen hatte, ihm die Adresse der Feier zu geben. So irrte er mit den Speisen erst suchend durch Dietenhan und Kembach, bis er schließlich die Gäste damit erfreuen konnte.

In der Kembacher Jugend gebe es echte Faschingsnarren. Sie feierten die fünfte Jahreszeit verkleidet und mit viel Alkohol an allen wichtigen Faschingshochburgen der Region. So waren sie auch in Miltenberg. Zurück wollte einer der heiteren Narren mit dem Zug fahren. Er habe sich dabei stark angestrengt, trotz Rausch nicht die Orientierung zu verlieren. Dennoch landete er unversehens im falschen Zug und damit in Kleinheubach.

Auch beim Autokauf kann man so manche Überraschung erleben. Ein junger Kembacher brauchte dringend ein neues Auto und fand dies via Internet bei einem Händler in Aschaffenburg. Zusammen mit einem Kumpel fuhr er dorthin. Da sein Auto jedoch am Ende war, nutzten die beiden ein Auto ihres Arbeitgebers. Kurz vor Geschäftsschluss des Autohauses war dann der Kaufvertrag unter Dach und Fach.

Ausgesperrt

Dennoch wollten sich die beiden nach Ladenschluss mal auf dem Hof umsehen. Gesagt, getan. Als sie jedoch zurückkamen, war die Ausfahrt für den Firmenwagen mit dem sie kamen durch einen Pfosten blockiert.

Verzweifelt suchten sie Hilfe und fanden diese zum Glück beim noch anwesenden Chef des Autohauses. Dieser hatte nicht nur den Schlüssel für die Sperre, sondern auch eine Erklärung. Die Jungen hatten auf dem Mitarbeiterparkplatz des Autohauses geparkt und diesen sperre man nach Ladenschluss ab.

Das Ende der Junggesellenzeit muss man feiern, hätten sich auch 30 Kembacher gedacht. Sie begaben sich dazu mit dem Bus nach Würzburg, wo sie verschiedene Kneipen und andere „gewisse Etablissement“ besuchten. Zurück ging es mit dem Taxi. Auf dem Weg in die Heimat gab es dann eine überraschende Nachricht in der WhatsApp Gruppe der Herren. Sie hatten einen Kumpel in Würzburg vergessen.

Nach der Predigt schwangen Mach und Weimer mit den beiden Bloatzmägden Melissa Weimer und Sophia Heise beim Kärwetanz das Tanzbein. bdg