Wertheim

"Ultra-Kerwe" gefeiert Muntere Gesellschaft sorgte für gute Unterhaltung

Kein Fehltritt blieb verborgen

Mondfeld.35 Jahre Kerwe in Mondfeld. Das war an diesem Wochenende Grund für eine "Ultra-Kerwe". Bei der Veranstaltung, die alle fünf Jahre gefeiert wird, haben viele ehemalige Kerweborsche und Kerwemädli die Kerwegesellschaft unterstützt.

Los ging es Freitag mit einem fröhlichen Umzug durchs Dorf. Weiter ging es am Samstag mit einem Patroziniumsgottesdienst in der Kirche. Danach zog die ganze Kerwegesellschaft in die Maintalhalle ein. Mit dabei war auch Kerwemagd Nico Hengl und erstmals eine Bäuerin (Jasmin Jungwirth). Für die musikalische Unterhaltung sorgten Werner und Moni Grein.

Das Kerwepfarrerpaar Luisa Roth und Tom Grein begannen ihren Jahresrückblick mit einer Gedenkminute für den verstorbenen "Ur-Kerwepfarrer" Fridolin Roth. Dann bedauerten sie dass die Stammkapelle, das Duo Grein, nun in den Ruhestand geht.

In ihrer Predigt deckte das Paar einige Fehltritte von den Mondfeldern auf. So wollten zwei Cousins eigentlich im Spessart zelten. Nach rund zwei Stunden auf der Autobahn und tausend Meter vor der Abfahrt Speyer merkten sie jedoch, dass sie ihr Navi falsch programmiert hatten.

Weiter Spaß bereitete den Zuhörern etwa der Bericht über zwei Fischer, die nach dem Fischerfest in Stadtprozelten unfreiwillig ein Bad im Main nahmen. Gut an kam auch die Schilderung, nach der sich zwei angetrunkene Kerweborsche bei einem nächtlichen Spontan-Besuch beim Ortsvorsteher und ehemaligen Kerwepfarrer Eberhard Roth auch noch Stunden später über dessen Pyjama amüsierten.

"Wer anderen eine Grube gräbt, fährt selbst hinein", stellten die Kerwepfarrer fest, als sie erzählten, wie ein Architekt an der von ihm betreuten Baustelle mit seinem Auto in die Baugrube gekippt war. Erfahren hatten sie auch, dass ein Mondfelder Autobesitzer mangels Frostschutzmittel für seinen Wagen auf Alkohol zurückgegriffen hatte. "Ein Mercedes-Kühler ist schonmal ein Asbach Uralt wert", stellten sie trocken fest.

Pech hatten zwei Feuerwehrleute beim Schälen des Maibaums: Der Stiel des Schäleisens brach ab. Doch der Kommandant rettete die Situation. Kurzerhand schälte er mit seinem Taschenmesser den Baum und spitze diesen auch gleich an.

Keine gute Idee hatte eine Frau beim Putzen des Vogelkäfigs per Staubsauger. Prompt saugte aus Versehen einen Vogel ein. Sie konnte ihn zum Glück reanimieren.

Nach der Predigt machten sich die drei Ingenieure Herr von und zu Kann ja nix, Find ja nix und Sieht ja nix (Julian Grein, Lukas Spielvogel und Bennet Hieser) an das Ausgraben der Frau Kirchweih. Die wurde jedoch von einem Fuchs (Harald Fuchs in passendem Kostüm) gestohlen. So musste man diesen erst überwältigen, um an die hochprozentige Kerwe zu kommen.

In zwei Runden wurde das Kerwepaar ausgetanzt. Ins Finale kamen Christine und Holger Hess sowie Michael und Bianca Happ. Letztendlich brachte der Wecker dem Ehepaar Hess den Sieg. bdg