Wertheim

Beim Amtsgericht verhandelt Fahrerin muss 100 Euro Bußgeld zahlen

Kein Hinweis auf Fehler bei der Messung

Archivartikel

Wertheim.In einer Ordnungswidrigkeiten-Verhandlung beim Amtsgericht Wertheim vermutete der Verteidiger, eine Geschwindigkeits-Messung der Polizei an der Kreuzung Urphar – Böttigheim/Höhefeld – Neubrunn sei nicht ordnungsgemäß verlaufen. Nach der Beweisaufnahme kam die Richterin zu einem anderen Ergebnis und verurteilte eine BMW-Fahrerin wegen fahrlässiger Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit zu einem Bußgeld von 100 Euro. Der Betrag liegt über dem Regelsatz von 70 Euro, da die Frau wegen des gleichen Delikts bereits zwei Einträge hat. Mit Rechtskraft des Urteils wird ein weiterer Punkt im Flensburger Fahreignungsregister eingetragen.

Der Verteidiger hatte gegen den Bußgeldbescheid der Stadt Wertheim (100 Euro) Einspruch eingelegt. Die Fahrerin war vom Erscheinen zur Verhandlung entbunden.

Ein Polizist sagte als Zeuge, das Messgerät war geeicht und er im Umgang mit dem Gerät geschult. Vor der Messungen habe er die vorgeschriebenen Tests vorgenommen, das Gerät keine Beanstandungen gezeigt. Sein Kollege sagte, er habe die Frau belehrt, dass sie zum Vorwurf keine Angaben machen müsse. Sie habe dazu auch nichts gesagt.

Der Verteidiger beantragte ein Sachverständigengutachten und die Besichtigung der Kreuzung. Das Gericht lehnte ab, da es zur Wahrheitsfindung nicht nötig sei. Auch gebe keine Hinweise, dass die Messung fehlerhaft war. goe