Wertheim

„Ferien für Entdecker“

Kinder erkundeten den Hofgarten

Wertheim.Im Rahmen der „Ferien für Entdecker“ des Stadtjugendrings Wertheim wurde auch der Hofgarten in Eichel von Kindern entdeckt. Jörg Paczkowski erklärte der Gruppe, dass der Eicheler Hofgarten seinen Ursprung in einem kleinen Garten hatte. Dessen Zentrum war eine Kapelle, deren Reste noch zu erkennen sind. Später legten Wertheimer Bürger durch die Finanzierung des Fürsten Georg einen wesentlich größeren Park an, damit die Bewohner sich in diesem erholen konnten. Denn im 19. Jahrhundert gab es keine Grünflächen in der Innenstadt.

Besondere Anlage

Die Kinder erfuhren auch etwas über einige Bäume im Park und über die besondere Anlage. Am Schlösschen gibt es etwa eine Grünfläche, auf der man damals schon ein „Picknick“ veranstalten konnte.

Weiter entdeckte die Gruppe die 1916 errichtete Kapelle und den Tempel. Dabei erfuhr man, wie einst Regenwasser von den Wegen abgeleitet wurde. Die waren leicht gewölbt, damit das Wasser an den Rändern gesammelt wurde und abfließen konnte. Der Tempel wurde errichtet, um dort ebenfalls ein „Picknick“ zu veranstalten. Damit Getränke und Speisen frisch blieben, befindet sich unterhalb des Gebäudes eine begehbare Grotte zur Aufbewahrung der mitgebrachten Sachen.

Beim „Hungerdenkmal“, das zur Erinnerung an die um 1819 errichtet wurde, erfuhren die Kinder, dass der Park nicht nur der Unterhaltung und dem Vergnügen gedient hatte, sondern auch landwirtschaftlich genutzt wurde. Es gab eine Baumschule und Maulbeerbäumen, damit man Seidenraupen züchten konnte.

Im Park entdeckten die Kinder noch einen alten Pumpbrunnen, der gegenwärtig kein Wasser führt. Heute ist der Park wieder ein Begegnungsort. Dort organisiert der Förderkreis des Schlösschens im Hofgarten viele Veranstaltungen. zug