Wertheim

Ferienprogramm In Deutschland werden jährlich nur zehn Kilogramm des Edelmetalls gefunden

Kinder suchen im Bach nach Gold

Archivartikel

Kreuzwertheim.So mancher hat einst für die Suche nach Gold sein ganzes Hab und Gut aufgegeben. Beim Kreuzwertheimer Ferienprogramm konnten 15 Kinder am Freitag ausprobieren, was die Faszination des Goldrausches ausmachte.

Gemeinsam mit dem Hobbygeologen Bernd Wolz versuchten sie im Bach beim Bachwiesengrillplatz Kreuzwertheim, winzige Goldpartikel aus dem Sand zu waschen. Einleitend bekamen sie von Wolz eine ausführliche Erklärung zum Thema. Gold habe vielfältige Einsatzbereiche und ist wegen seiner Seltenheit teuer. „Es gibt zwar relativ viel Gold auf der Erde, man kommt aber schlecht dran“, beschrieb er. So finde man in einer Tonne Gestein nur etwa vier Gramm Gold.

Wichtigste Standorte für den Goldabbau sind Alaska, Usbekistan, Russland, die USA, Peru, Südafrika und Australien. Weltweit gewinne man im Jahr etwa 3100 Tonnen Gold. In Deutschland seien es jedoch nur zehn Kilogramm. Viel mehr Gold gewinnt man in Deutschland durch das Recyceln von Elektronik. Weiter ging er darauf ein, wie das Gold in den Bach kommen konnte. Vor 30 000 Jahren sei der Main im Bereich des heutigen Baches verlaufen. Am Ursprungsort des Flusses fände sich Gold im Gestein, das der Fluss mittrug. Seien die Goldklumpen am Anfang noch einige Millimeter groß, werden sie auf dem Weg immer weiter zerrieben. Gold lagere sich ab, da es 19,3 Mal schwerer ist als Wasser.

Die häufigsten Ablagerungen würden sich beispielsweise nach Wasserfällen, hinter Steinen und bei Bachmäandern finden. Ausgerüstet mit Gummistiefel, Schippe, Sieb und Goldwaschpfanne übten die Kinder im Bach das Goldwaschen. Obwohl die Funde ausblieben, waren sie mit Begeisterung und hoch motiviert bei der Sache. Wolz hatte zudem einige kleinen Goldkörnchen mitgebracht. Diese konnten die Kinder nutzen, um das Herauswaschen von Gold in gut sichtbarer Größe zu üben. bdg