Wertheim

"Medizin im Dialog"

Kniegelenk-Erhalt hat oberste Priorität

Reinhardshof.Die von den Verantwortlichen der Rotkreuzklinik auf dem Reinhardshof initiierte Vortragsreihe "Medizin im Dialog" thematisiert am Donnerstag, 20. Juli, das Kniegelenk. Professor Dr. Dr. h. c. mult. Wilhelm Friedl, seit Anfang Juli Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie, spricht ab 18 Uhr über gelenkerhaltende Eingriffe und Ersatz des Kniegelenks.

Wie es in der Ankündigung heißt, können Schmerzen im Kniegelenk verschiedene Ursachen haben. Sie reichen von angeborenen Fehlstellungen über verletzungsbedingte Probleme bis zu Verschleißerscheinungen. Chefarzt Friedl weiß aus Erfahrung: "Unfälle und Sportverletzungen betreffen neben Bändern und Meniskus meist Schienbeinkopf, Kniescheibe sowie das untere Ende des Oberschenkelknochens. In höherem Alter ist zunehmend die Arthrose verantwortlich für die dann häufig chronischen Beschwerden."

Bei einem Eingriff hat die Erhaltung des Kniegelenks oberste Priorität. Mithilfe von operativen Korrekturen von Verletzungsfolgen, Achsfehlstellungen und Veränderungen, die zu einer erhöhten Reibung im Gelenk führen, gelingt dies in der Regel. In der modernen Chirurgie spielen dabei knorpelregenerative Verfahren und Meniskustransplantationen eine wichtige Rolle. Bei fortgeschrittener Arthrose ist jedoch ein Gelenkersatz meist unumgänglich.

"Der Operateur wählt abhängig von Alter des Patienten und individuellem Befund eine passgenaue Prothese aus. Dem gewebeschonenden Vorgehen und der genauen Wiederherstellung der Beinachse kommt dabei eine entscheidende Bedeutung zu", ergänzt der Chirurg. Friedl will in seinem Vortrag die Ursachen, die therapeutischen Möglichkeiten und den Behandlungsverlauf bei Kniegelenksproblemen erläutern. Danach steht er für Fragen zur Verfügung.