Wertheim

Bericht zur Straßenreinigung Neue Kehrmaschine geplant

Kritik an Müllaufkommen

Archivartikel

Wertheim.Eine saubere Stadt macht nicht nur viel Arbeit, sie kostet auch einiges. Im laufenden Haushalt sind als 636 300 Euro veranschlagt. Diese Zahl konnten die Mitglieder des Ausschusses für Bauwesen und Umwelt einem „Bericht zur Straßenreinigung“ entnehmen, der ihnen zur Sitzung am Donnerstag vorlag und von Achim Hörner erläutert wurde.

Die Leistungen konzentrieren sich dabei auf die Bereiche der Kernstadt links und rechts der Tauber, den Wartberg, den Reinhardshof, Bestenheid und das Gewerbegebiet an der Autobahn und dort jeweils auf Wege, Straßen und Plätze, Haltestellen des ÖPNV, Grünanlagen, Spiel- und Freizeitplätze - mit einem derzeitigen Schwerpunkt auf dem Skaterplatz - auf Abfallbehälter, Containerstandorte und Straßenabläufe. Im Wesentlichen setzt man dabei auf eigenes Personal.

Seit kurzem kommt in der Kernstadt ein elektrisch betriebener Müllsauger zum Einsatz, für eine neue Kehrmaschine werden gerade Angebote eingeholt. Außerdem sind Mittel für die Beschaffung einer Maschine zur Wildkrautbekämpfung im Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs Baubetriebshof vorgesehen. „Ich mache mir keine Illusionen, dass die Ausgaben weniger werden könnten“, so Sitzungsleiterin Brigitte Kohout. Die stellvertretende Oberbürgermeisterin kritisierte das in der Bevölkerung weit verbreitete Bewusstsein, „irgendjemand wird den Dreck schon wegräumen“. Ingo Ortel (SPD) befand, der Bereich des Radweges am Main zwischen Kernstadt und Bestenheid müsse stärker in den Fokus genommen werden. Er vermisste Abfallbehälter.

„Wir können so nicht weitermachen“, forderte Bernd Hartmannsgruber (CDU) entschiedene Maßnahmen gegen „to-go-Behältnisse“. Nicht zufrieden zeigte sich Richard Diehm (Bündnis 90/Die Grünen). „Mir fehlt der Glaube, dass wir aktiv etwas gegen die Vermüllung tun.“ Man müsse „anfangen, effektiver zu arbeiten“. Hingegen war Songrit Breuninger (Freie Bürger) der Auffassung, dass schon aktiv etwas getan werde. Der Vorsitzende des Altstadtbeirates, Thomas Wettengel kritisierte, dass montags in der Kernstadt gelbe Säcke abgeholt werden. Viele, vor allem Geschäftsinhaber, die nicht hier wohnten, stellten diese schon samstags an den Straßenrand. Baudezernatsleiter Armin Dattler meinte auf die Forderungs, mit den Stellen Kontakt aufzunehmen, „das ist schon am Laufen“. ek