Wertheim

Am 2. September

Matinee mit Werken von Fritz Ascher

Archivartikel

Wertheim.Aus Anlass des „Europäischen Tages der jüdischen Kultur“ am Sonntag, 2. September, veranstaltet der Förderkreis des „Schlösschens im Hofgarten“ eine Matinee zum Abschluss der Ausstellung „Leben ist Glühn – der deutsche Expressionist Fritz Ascher“, bevor die Ausstellung dann über München nach New York geht.

Aus einer jüdischen Familie stammend, wurde Fritz Ascher später getauft. Ab 1933 wurde er allerdings als Volljude eingestuft und seine Malerei war verfemt. Nach 1942 wurde der Maler drei Jahre im Keller einer befreundeten Familie vor der Verfolgung durch die Nazis versteckt. Er konnte nicht mehr malen, schuf aber zahlreiche ungewöhnliche Gedichte, beispielsweise über Beethoven, Käthe Kollwitz, Edvard Munch. Zudem war er ein leidenschaftlich musikinteressierter Mensch. So hat er sich in seinem Werk besonders mit Ludwig van Beethoven und mit der Oper „Pagliacci“ von Roggero Leoncavallo beschäftigt.

Während der Veranstaltung wird Jörg Paczkowski über die Kunst Fritz Aschers sprechen und besonders auf die verfemte Kunst eingehen. Ellen Heibach wird Gedichte von Fritz Ascher vortragen und Dieter Bender umrahmt die Veranstaltung musikalisch.