Wertheim

Ausstellung in der Bücherei

„Menschen & Rechte sind unteilbar“

Archivartikel

Wertheim.Die Stadtbücherei Wertheim zeigt vom 6. Mai bis 3. Juni als eine von mehreren Stationen im Main-Tauber-Kreis die Ausstellung „Menschen & Rechte sind unteilbar“. Zu sehen sind Plakate der Organisation Pro Asyl sowie eine Online-Präsentation. Die Initiatoren wollen im Vorfeld der Europawahl auf die Wichtigkeit der Menschenrechte hinweisen. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit der Ökumenischen Fachstelle für Flüchtlingshilfe im Main-Tauber-Kreis an.

Die Ausstellung geht auf die Entstehungsgeschichte der Menschenrechte ein. Viele Menschen haben über die Jahrhunderte für diese Rechte gekämpft, teils sehr vehement, sei es im Deutschen Bauernkrieg im 16. Jahrhundert oder währender der Französischen Revolution Ende des 18. Jahrhunderts.

Die Frage nach gleichen Rechten für Alle stellten sich die Menschen nicht nur in Europa, sondern auch auf anderen Kontinenten: So wie Rosa Parks in Alabama. 1955 weigerte sie sich, in einem Bus ihren Platz für einen Weißen frei zu machen. So erreichte sie, dass ein Jahr später die Rassentrennung in öffentlichen Verkehrsmitteln in den USA für gesetzwidrig erklärt wurde. Ihr Protest war so weitreichend, dass der Bus, mit dem sie damals fuhr, noch heute im Henry-Ford-Museum in der Nähe von Detroit zu besichtigen ist.

Dass Menschenrechte auch heute nicht überall fester Bestandteil des Denkens sind, ist ebenfalls Thema der Ausstellung. Deshalb regt sie dazu an, sich über den Stand der Dinge zu informieren, nachzufragen und zu diskutieren. stv