Wertheim

Minister-Tour im Main-Tauber-Kreis

Haben Sie etwas davon gemerkt liebe Leserinnen und Leser? Gestern war Freitag, der 13.! Und an dieser Stelle wurde am vergangenen Samstag nicht vorgewarnt. Aus gutem Grund, könnte ich jetzt sagen. Damit sollte vermieden werden, dass sich die Abiturientinnen und Abiturienten der Beruflichen Gymnasien zu viele Sorgen machen. Für die hat nämlich der Prüfungsstress gestern bereits begonnen. Wer sich das wohl ausgedacht hat – eine Abi-Prüfung ausgerechnet an einem Freitag, dem 13.? Kleiner Trost: Wer das überstanden hat, für den dürfte alles andere auch nur noch ein Klacks sein.

Ob Ähnliches wohl auch für den Neubau des Sport- und Gesundheitszentrums des TV Wertheim gilt? Wer die lange Zeit der Planungen, Vorbereitungen und Verhandlungen überstanden hat, für den kann das Projekt doch nur erfolgreich sein? Zu wünschen ist es allen Beteiligten. Wenn Vorsitzender Axel Wältz irgendwann einmal – wie schon beim ersten Spatenstich vergangenen Samstag – sagen kann, „es kommen viel mehr Besucher, als wir erwartet haben“, spätestens dann wissen wir, dass alles gut geworden ist. Eine Erkenntnis der vergangenen Tage: Nicht, wie vielfach vielleicht angenommen, die Harfe ist das „Instrument der Wahl“. Nein, „die Blasmusik ist die Sprache des Himmels“. Schön, dass wir das jetzt auch einmal erfahren durften.

Ja ist denn schon wieder Wahlkampf, denkt sich manch Politskeptiker angesichts der „Ministerdichte“, die derzeit im Main-Tauber-Kreis und auch in unserer Region zu beobachten ist. Innenminister Thomas Strobl war da, Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut ebenfalls und Justizminister Guido Wolf, der auch für den Tourismus zuständig ist, kommt noch.

Ein Blick in den Kalender zeigt: Nein, wenn es nicht ganz turbulent zugehen sollte, ist weit und breit erst einmal kein Wahltermin in Sicht. Die nächste Bundestagswahl steht voraussichtlich erst 2021 an (wobei man da ja nie so genau weiß), der Landtag würde im gleichen Jahr einige Monate früher gewählt, wenn sich nicht noch etwas Außergewöhnliches ereignet.

Näher liegen da schon die Europa- und die Kommunalwahlen, wohl an einem gemeinsamen Tag im Mai nächsten Jahres. Aber dafür jetzt schon Minister auf Tour schicken? Wohl eher nicht. Also gehen wir einmal davon aus, dass es tatsächlich reines Interesse war und ist.

Apropos Kommunalwahl: Ein bisschen ist schon davon zu spüren, dass dafür hinter den Kulissen bereits die Vorbereitungen laufen. Schließlich gilt es, Kandidaten zu suchen und zu finden. Das wird die Diskussion in den kommenden Monaten sicher zunehmend bestimmen.

Nur ein Zwischenspiel soll, den Vorhersagen zufolge, das miese Wetter gestern gewesen sein. Hoffen wir, dass die Prophezeiung für heute stimmt, mit Sonnenschein und in den Abendstunden noch angenehmen Temperaturen. Dann macht das Kneipenfestival „Nightgroove“ nämlich gleich noch viel mehr Spaß.

Unabhängiger vom Wetter ist da dann schon das „musikalische Großereignis“ morgen Abend. Ob sie nun als „Voice Kid 2018“ aus Berlin zurückkommt oder nicht, Anisa Celik hat auf jeden Fall für Aufsehen gesorgt. Und – bis vergangenen Sonntag gemeinsam mit Julian Roth – den Fokus der Öffentlichkeit noch stärker auf die „Musikgemeinde Kreuzwertheim“ gelenkt.