Wertheim

Am Amtsgericht verhandelt

Mit einem Stock zugeschlagen

Archivartikel

Wertheim.Beim Amtsgericht Wertheim wurde der Vorwurf gegen einen Mann aus dem Main-Tauber-Kreis erhärtet, er habe in einem Wertheimer Ortsteil den Lebenspartner seiner von ihm getrennt lebenden Ehefrau mit einem Stock geschlagen.

Das Ehepaar lebt seit 2017 getrennt, und beide haben neue Partner. Ein Scheidungstermin ist für Anfang April angesetzt. Dabei geht es unter anderem um die Aufteilung des gemeinsamen Hauses, in dem der Angeklagte wohnt.

Seit der Trennung gab es mehrere gegenseitige Anzeigen. Zumindest beim Mann führte das zur rechtskräftigen Verurteilung wegen verbotenen Waffenbesitzes, sechs Monaten mit Bewährung.

In der Tatnacht habe er Sachen seiner Frau, die noch im Haus waren, in den Wertheimer Ortsteil bringen und dort gegen 23 Uhr in den Briefkasten werfen wollen. Der Lebensgefährte sei mit einem Schlagstock gekommen und habe ihn gegen das Bein getreten. Er habe den Schlagstock ergriffen und damit dem Lebensgefährten auf den Oberarm gehauen.

Der neue Lebensgefährte sprach von ständigen Provokationen des Angeklagten. Im jetzigen Fall habe ihn der Beschuldigte mit einer Taschenlampe geblendet. Er habe dessen Schlagstock bemerkt und ihn durch Tritte auf Abstand gehalten. Die heruntergefallene Taschenlampe habe er fassen können und dabei einen Schlag abbekommen. Nach dem Wegfahren des Beschuldigten habe er die Polizei verständigt. Damit stand Aussage gegen Aussage.

Die Staatsanwaltschaft stützt sich auf einen Zeugen, der durch Lärm auf den Streit aufmerksam wurde. Der Zeuge hatte jetzt jedoch einen wichtigen Termin. Deshalb wurde die Befragung auf Ende März verschoben. goe