Wertheim

Burgrave DJs aus der Region und bekannte Szenegrößen brachten auf der Wertheimer Burg die Stimmung zum Kochen

Musik wabert auf der Tanzfläche

Archivartikel

Wertheim.1500 Freunde der Elektromusik hatten sich versammelt und beim ersten Sommerburgrave in diesem Jahr bis zum Abend gemeinsam zu feiern und abzutanzen. Bereits am Nachmittag war der Burggraben voll mit tanzen und feiernden Fans elektronischer Musik. Auch an den Tischen, die auf den Wegen zum Graben standen, war die Laune bestens.

Die Stimmung zum Kochen brachten dabei sowohl bundesweit bekannte DJs, als auch jene aus der Region. In der Szene bekannte Namen wie „Format B“ und „Klangkünstler“ aus Berlin, sowie „Falscher Hase“ aus Frankfurt waren sicherlich ein Anreiz für die Gäste. Sie legen in bekannten Clubs und bei großen Festivals deutschlandweit auf. Die Ausrichter des „exit:ruine“ gaben aber auch fünf regionalen DJs eine Chance, sich in der Muschel des Zehnringturms zu präsentieren. Sie stammen aus dem Umkreis von rund 50 Kilometern. Auch ihre Musikwahl begeisterte die Gäste.

„Die schönste Location“

Mit dem Namen „exit: ruine“, greift der Veranstalter, die „Echtzeit GbR“ aus Würzburg, ihre Marke „exit: Maschinenhaus“ auf und verweist zugleich auf den außergewöhnlichen Ort der Burgruine. Für Basti Kunz, Geschäftsführer von „Echtzeit“, ist die Wertheimer Burg die schönste Location im gesamten Umkreis. „Sie ist etwas Besonderes. Es gibt keine andere Veranstaltung im Bereich der elektronischen Musik in solch einer Umgebung“, schwärmte er im Gespräch mit den Fränkischen Nachrichten.

Es sei die Kombination von altem Gemäuer und moderner Musik, die das einzigartige Flair der Veranstaltung ausmache. Zudem ermögliche die Burg eine andere Akustik als Musikevents auf Freiflächen. „Die hohen Mauern werfen die Musik zurück, so bleibt sie auf der Tanzfläche.“

Treff der „Stammgäste“

Seit rund acht Jahren organisiert die Agentur Konzerte für die Freunde elektronischer Musik. Dazu gehören auch große Festivals mit mehr als 10 000 Gästen wie in Gemünden. „Die Veranstaltung auf der Burg ist eher familiär, man trifft immer wieder die Stammgäste“, freute sich Kunz. Großes Lob hatte er für die Stadt Wertheim. Sie sei sehr offen, was diese Art von Musik angeht. „Es ist toll, dass dort so etwas für junge Leute geboten werden kann.“

Auch die Besucher des letzten Wertheimer „exit: ruine“ hätten in den sozialen Medien die Stadt Wertheim für ihre Unterstützung gelobt. Die Begeisterung der Gäste beim aktuellen Burgrave war deutlich spürbar. Somit können sich Veranstalter und Stadt sicher wieder über viele positive Rückmeldungen der Teilnehmer freuen. bdg