Wertheim

An der Rotkreuzklinik 18 frischgebackene Gesundheits- und Krankenpfleger erhielten ihre Abschlusszeugnisse

Nach Ausbildung viele Entfaltungsmöglichkeiten

Gesundheits- und Krankenpflegerpfleger sind für die Gesellschaft wichtige Berufe. Am Donnerstag feierten in der Rotkreuzklinik Wertheim 18 Auszubildende den Abschluss dieser Ausbildung.

Reinhardshof. Stolz sein können die jungen Frauen und Männer auf ihre guten Prüfungsleistungen in Theorie und Praxis, hieß es bei der feierlichen Zeugnisübergabe. Alle wurden an der klinikeigenen Schule ausgebildet.

Martin Boochs, Prüfungsvorsitzender und Schulleiter der Gesundheits- und Krankenpflegerschule im Krankenhaus Hohenlohe, der auch das Regierungspräsidium Stuttgart vertrat, zeigte sich in seiner Ansprache von der Klinik, dem Miteinander im Team der Schule und der Zusammenarbeit mit den Schülern beeindruckt. Lob sprach er für die sehr guten Leistungen aus, die Schüler aber auch Lehrer und Prüfer vollbracht hatten. Dank richtete er zudem an die Praxisanleiter und Pflegekräfte, die sich trotzt aller Belastung Zeit für die Auszubildenden nehmen.

Den Absolventen wünschte Boochs Arbeitsplätze, die sie mögen und wo sie ihre Stärken entfalten können. "Schafft man es, seine Stärken auszubauen, wird man einzigartig. Stärkt man hingegen die Schwächen, wird man höchstens Mittelmaß", gab er ihnen mit auf den Weg.

Christiane Rösch, Pflegedirektorin der Rotkreuzklinik, beglückwünschte die Auszubildenden auch im Namen der gesamten Klinikleitung und von Generaloberin Edith Dürr von der Schwesternschaft des Roten Kreuzes. Den Absolventen versicherte Rösch: "Sie haben einen wunderschönen Beruf mit vielen Entfaltungsmöglichkeiten gewählt." Nun gelte es, sich berufliche Routine zu erarbeiten. Plötzlich gehe man mit größere Verantwortung und neuem Blickwinkel an die Aufgaben heran. Pflege genieße in der Öffentlichkeit ein hohes Ansehen. "Setzen Sie sich für den Pflegestand und die Weiterentwicklung der Pflege ein, zum Beispiel in Berufsverbänden", forderte sie die neuen Pflegekräfte auf. "Sie sind jetzt in der Rolle, selbst Auszubildende an die Hand zu nehmen. Vergessen sie nicht, wie es war, Azubi zu sein", ergänzte sie.

Schulleiterin Martina Zipf freute sich darüber, dass der ganze Kurs bestanden hat, und das mit guten Leistungen. Berufspolitik und Professionalisierung seien auch Prüfungsthemen gewesen. Somit kennen sich die die Absolventen damit nun aus, was sie nutzen sollten. Dank sprach sie neben den Mitarbeitern der Klinik auch den Angehörigen und Freunden der Schüler aus. Sie hätten diesen in den drei Jahren Kraft gegeben.

Besonderes Lob gab es für Pia Boockmann, die mit einem Gesamtnotendurchschnitt von 1,5 Jahrgangsbeste ist.

Die hauptamtliche Praxisanleiterin der Klinik, Alexandra Weidinger-Sans, gratulierte im Namen aller Pflege- und Fachkräfte im Haus. Besonders hob sie die schönen Erinnerungen an ein Projekt hervor, bei dem die Auszubildenden auf einer Station eine Woche lang Tag und Nacht alle Aufgaben inklusive deren Leitung übernommen hatten. Unterstützt wurden sie dabei von den Praxisanleitern und drei Lehrkräften. "Dabei haben wir uns besonders gut kennengelernt." Alle Schüler hätten sich weiterentwickelt.

"Ihr wart ein tolles Team", blickte Weidinger-Sans zurück. Vorausschauend meinte sie, man könne auch mal stolpern, müsse aber wieder aufstehen: "Die nicht geraden Wege sind meist die spannenderen. Bleibt so menschlich, wie ich Euch die drei Jahre erlebt habe!"

Für die Absolventen sprachen Pia Boockmann und Elena Sánchez Wünsch." Es seien drei prägende und ereignisreiche Jahre gewesen mit Höhen und Tiefen, meinten sie. "Wir wollen sie nicht missen." Auch wenn sie manchem Dozenten als "Gruselkurs" in Erinnerung bleiben werden, alle seien gerne zum Unterricht gekommen.

Es folgte ein Rückblick auf verschiedene Erlebnisse im Unterricht. Im Kurs sei viel diskutiert worden. Auch private Themen seien nicht zu kurz gekommen, was eine Nähe zwischen Lehrern und Auszubildenden geschaffen habe.

Die Absolventen

Ihre Abschlusszeugnisse erhielten folgende Absolventen:

Pia Boockmann (Unterebersbach, beste Gesamtleistung mit Note 1,5), Jean-Pierre Farrenkopf (Wörth am Main), Daniel Gorol (Würzburg), Phillip Hoffmann (Mondfeld), Colleen Hupe (Miltenberg), Alexandra Jänicke (Wertheim, bestes praktisches Examen, 1,0), Theresa Krause (Miltenberg), Katarzyna Krawczyk (Bestenheid, beste mündliche Prüfung mit 1,0), Michael Kunkel (Nassig), Ines Kurasz (Wertheim), Jessica Matyja (Wertheim, bestes praktisches Examen und beste mündliche Prüfung, jeweils mit 1,0), Andre Oberländer (Röllbach), Olivia Parsons (Wertheim), Claudia Pecher (Wertheim, bestes praktisches Examen, 1,0), Julia Ringk (Rauenberg), Elena Sánchez Wünsch (Nassig, Auszeichnung für besonderes Engagement für die Klasse), Martin Sauer (Wertheim, bestes praktisches Examen, 1,0 sowie Laura Väth (Wiebelbach). bdg