Wertheim

L 2310 und Ortsdurchfahrt Zustand wird immer schlechter

Notfalls wird Demo organisiert

Mondfeld.Ein Pressebericht der FN über Bürgerbeschwerden zum Zustand der L2310 zwischen Mondfeld und Grünenwört war Ausgangspunkt für eine Aussprache über die Straße und die Mondfelder Ortsdurchfahrt. Man habe sich gewünscht, dass der öffentliche Druck etwas bewirke. „Es ist gut, dass das Thema aufgegriffen wurde, aber die Kritik prallt wohl beim Land ab“, bedauerte Ortsvorsteher Eberhard Roth.

In einem „erbärmlichen Zustand“ befände sich auch die Mondfelder Ortsdurchfahrt. Sie werde mit jedem Lastwagen schlechter und die Fahrbahndecke senke sich ab. Die Anwohner werden unter anderem durch laute Schläge, die vorbeifahrende Lkw auf der maroden Strecke erzeugen, massiv belastet. Es sei zwar vorgesehen, dass der Fahrbahnbelag der Durchfahrt im Rahmen eines Sanierungsprogramms 2019 erneuert wird. „Aber die Maßnahme könnte durch eine Straße andernorts, die schlechter wird, verdrängt werden.“

Die Ortsdurchfahrt soll das Hauptthema einer Bürgerversammlung im November sein. Im ersten Schritt will man sich im Winter mit einem offenen Brief an das Regierungspräsidium Stuttgart wenden, und die Folgen des Straßenzustands für die Anwohner aufzeigen. Auf Vorschlag von Rat Hans-Peter Hieser fügt man eine Unterschriftenliste der Mondfelder bei, um der Sache Nachdruck zu verleihen.

„Hilft das nicht, müssen wir mit einer angemeldeten Demo auf die Straße gehen“, sagte Roth und verwies auf die Belastung durch die 3600 bis 3800 Fahrzeuge die täglich durchs Dorf fahren.

Viele Fahrzeuge zu schnell

Ein weiteres Problem in der Ortsdurchfahrt sind überhöhte Geschwindigkeiten. So wurde am Ortseingang aus Wertheim kommend eine mobile Geschwindigkeitsanzeigetafel aufgestellt.

„Die Ergebnisse haben das Ordnungsamt veranlasst, zukünftig mehr Messungen mit Ahndung durchzuführen“, erklärte Roth. So fuhren allein in der 14 Tagen vom 5. bis 19. September 490 Fahrzeuge an der Messstelle mit 81 bis 90 Stundenkilometer vorbei. bdg