Wertheim

Freiwillige Feuerwehr Mondfelder Abteilung zog Jahresbilanz / Mitglieder für 65- und 60-jährige Treue geehrt

Oliver Dembetzki als Kommandant bestätigt

Mondfeld.Ein ereignisreiches Jahr mit überdurchschnittlich vielen Einsätzen liegt hinter der Mondfelder Feuerwehr. Dies wurde bei der Hauptversammlung in der Maintalhalle deutlich. In deren Mittelpunkt standen Neuwahlen. Als Abteilungskommandant wurde Oliver Dembetzki bestätigt.

Wie es im Bericht der Verantwortlichen weiter heißt, eröffnete der Kommandant mit dem Leitspruch der Feuerwehr, „Gott zur Ehr’, dem nächsten zur Wehr“ die Veranstaltung. Bei seinem Jahresrückblick wurden die vielfältigen Aktivitäten der Feuerwehr deutlich. Aktuell hat die Abteilung 57 Mitglieder (33 Aktive, elf Alterskameraden und fünf Jugendfeuerwehrmitglieder). Im vergangenen Jahr gab es elf Übungen. Was die Beteiligungen bei diesen angeht, wünscht sich der Abteilungskommandant ein größeres Engagement der Aktiven.

Gerufen wurde die Wehr, insgesamt zu fünf Einsätzen, darunter zwei Brände und ein größerer Hilfeleistungseinsatz. Einiges hat sich auch bei der Ausbildung getan. So wurden Dominik Hildenbrand zum Atemschutzgeräteträger, Christopher Happ, Peter Happ, Judith Krauter und Lukas Spielvogel zu Maschinisten ausgebildet.

Mit blick auf die Neuanschaffung des Tragkraftspritzenfahrzeugs für die Abteilung erklärte Dembetzki, dass in den nächsten Wochen wohl das Fahrgestell montiert werde. Zur Fahrzeugbesprechung wolle man zur Firma Ziegler fahren. Das Fahrzeug werde eventuell Ende Februar ausgeliefert. Die Einweihung ist am 25. August geplant.

Schriftführer Elias Happ ging auf die Aktivitäten außerhalb des Feuerwehrwesens ein. Dabei erinnerte er an die Maibaumaufstellung, die Wanderung und den Kameradschaftsabend. Kassenwart Hans-Peter Hieser gab einen Überblick über die Finanzen.

Nach der Entlastung des Vorstands wurden Harald Fuchs und Jörg Hiske zu Kassenprüfern gewählt. Jugendwart Tobias Furth gab einen Einblick in die Nachwuchsarbeit. Bei der Christbaumsammelaktion sei die Resonanz sehr gut gewesen. Etwa 180 alte Christbäume wurden entsorgt. Furth bedauerte, dass die Jugendfeuerwehr derzeit nur aus vier Jungs bestehe. Trotzdem habe man 15 Übungen veranstaltet. Der Jugendwart bedankte sich bei Dominik Hildenbrand und Bennet Hieser für die tatkräftige Unterstützung. Oliver Dembetzki hofft, dass das neue Einsatzfahrzeug dazu beitragen wird, neue Jugendliche gewinnen zu können.

Bei den von Stadtbrandmeister Ludwig Lermann geleiteten Wahlen wurden problemlos alle Ämter besetzt. Oliver Dembetzki wurde als Abteilungskommandant bestätigt. Neuer Stellvertreter ist Tobias Furth. Als Beisitzer fungieren Martin Dosch, Christoph Grein, Lukas Spielvogel und Gernot Hildenbrand.

Die bisherigen Jugendfeuerwehrmitglieder Gero Grein und Jürgen Horn wurden in die aktive Wehr aufgenommen.

Nicht alltäglich war die Ehrung für 65 Jahre Mitgliedschaft. Für ihre langjährige Treue wurden Anton Ballweg, Albert Weimer, Heinrich Grein und Leo Happ ausgezeichnet. Für 60-jährige Zugehörigkeit zur Wehr zeichnete man Edgar Breiter und Alfred Grein aus.

Abteilungskommandant Dembetzki beförderte Christoph Grein, Bennet Hieser und Dominik Hildenbrand zum Feuerwehrmann.

Nach 27 Jahren ging eine Ära zu Ende. Peter Happ gab sein Amt als Gerätewart ab. Sein Nachfolger ist Patrick Grän.

Nachdem Gernot Hildenbrand für den Sommer einen Dreitagesausflug nach Rüdesheim angekündigt hatte, ging Ludwig Lermann ging auf das ereignisreiche Jahr ein. Er sprach dabei von zu spürender Harmonie, Vertrauen und Kameradschaft. „Um die Zukunft der Wehr ist mir nicht bange“, betonte Lermann. Er bedanke sich bei den aktiven Wehrmännern für ihre Einsatzbereitschaft: „Es ist wichtig, dass ihr da seid.“

Ortsvorsteher Eberhard Roth hatte ein dickes Lob für die Wehr. Sie sei ein wichtiger Kulturträger und eine tragende Stütze im Ort. Roth bedankte sich für das ehrenamtliche Engagement bei den unterschiedlichsten Veranstaltungen. Er selbst habe miterlebt, wie wichtig die Mondfelder Wehr beim großen Scheunenbrand im Ort gewesen sei. Die Folge des Brandes wären viel schlimmer gewesen, wenn die Feuerwehrleute die Riegelstellung nicht bis zum Eintreffen der Wertheimer Wehr gehalten hätten.