Wertheim

Seniorenbetreuung Wohnanlage Altera besteht seit zehn Jahren / Hilfeleistung für 1800 Menschen erbracht / Buntes Programm zum Fest

Persönliches Engagement gezeigt

Mit einem abwechslungsreichen Programm feierte die Altera Seniorenwohnanlage auf dem Reinhardshof am Sonntag ihr zehnjähriges Bestehen.

Reinhardshof. Das „Altera“ ist ist Heimat für 101 Bewohner und bietet zudem fünf Kurzzeitpflegeplätze. Die Senioren werden von rund 80 Mitarbeitern und einem dutzend Ehrenamtlichen betreut.

Das Fest zum zehnten Geburtstag der Einrichtung eröffneten am Vormittag die Kinder des Gebirgstrachtenerhaltungsverein aus Altenbuch mit ihren Tänzen. Nach dem Mittagessen erfreuten unter anderem Werner Höferth aus Külsheim mit seiner Zither und der Chor „Kalinka“ die Bewohner und Gäste. Der Chor sang sowohl russische als auch deutsche Volksweisen.

Den Festakt eröffnete Hausleiterin Monika Bohnacker. Sie stellte fest, dass die Zehn die Zahl der Vollkommenheit und zugleich eine magische Grenze sei. „Vom Dezimalsystem über die zehn Gebote bis zum Countdown eines Raketenstarts reicht ihre Wirkungsmacht.“ Aus der Einladung zum Fest zitierte sie: „Gemeinsame Werte, Ziele und das persönliches Engagement eines jeden Einzelnen haben uns zu dem gemacht, was wir heute für Sie sind und künftig sein wollen.“

Weil dies nur mit einem engagierten Team möglich sei, dankte sie allen Mitarbeitern und den Ehrenamtlichen. „Bei 18 Mitarbeitern hält diese Treue sogar schon zehn Jahre und länger.“ Ihnen galt ihr besonderer Dank. Jeder einzelne Mitarbeiter und Unterstützer leiste großartige Dienste. „In zehn Jahren zogen rund 1800 Menschen, die in irgendeiner Form auf Hilfeleistung angewiesen sind, hier im Altera ein.“ Man sei zuversichtlich, so Bohnacker, die Menschen auch weiterhin mit einer guten Qualität überzeugen zu können.

Gemäß des diesjährigen Jahresmottos „Begegnungen“ solle das Fest sowohl Begegnung mit Menschen bieten, die das Altera zum ersten Mal betreten, aber auch mit Personen „die uns schon viele Jahre regelmäßig und immer wieder begleiten.“

Die Bewohner des Altera stellten zusammen mit dem Betreuungsteam in Reimform die Jahresthemen des Hauses der letzten acht Jahren vor. Beim Thema „Gesund bleiben für Jedermann“ habe man sich ordentlich getrimmt aber auch entspannt. Im „Klassikjahr“ stellte man fest: Musik bewegt und rührt die Herzen. Zum Thema Indien gab es eine kunstvoll gestaltete Elefantenfigur, die das Foyer noch immer ziert. Zudem hatte man eine Spendenaktion für die Organisation „Christen helfen Kindern“ ins Leben gerufen und sich an exotischen Speisen erfreut. „Geschichten, Gedichte und Lesungen“ hieß es 2018. Aktuell blicke man auf zehn Jahre Altera-Geschichte zurück. „Das hat uns zusammen geschweißt, warum das Motto ’Begegnung’ heißt.“

Einen musikalischen Überraschungsauftritt boten die Bewohner mit dem Lied „Lustig ist das Renterleben“.

Dezernatsleiter Helmut Wießner betonte in seiner Ansprache, wie wichtig dieses Jubiläum ist – sozusagen der erste runde Geburtstag. Er erinnerte zudem daran, dass es an dem Standort bereits 2007 eine Senioreneinrichtung gegeben hatte. „Es ist schön, dass es geglückt ist, das Ziel der Stadt zu erreichen, auf dem Reinhardshof eine Heimat für Senioren zu schaffen.“

Wießner lobte die aktive Beziehung der Einrichtung zum Stadtteil. Weiter hob er die Einbeziehung des religiösen Lebens durch regelmäßige Gottesdienste hervor und freute sich, dass dabei Gäste stets willkommen sind. Er würdigte die Leistung der Mitarbeiter und Ehrenamtlichen. „Sie sind die Alltagshelden, die wir brauchen.“

Dieter Zimmermann, Vorsitzender des Heimbeirats, überbrachte die Glückwünsche im Namen seines Gremiums und aller Bewohner. Der Beirat sei Vermittler zwischen Bewohnern und Leitung. Erfreut stellte er fest, dass es bisher keine negative Vorkommnissen gegeben habe. Das Gebäude beschrieb er mit den Worten „Licht, Luft, Sonne und großzügig gebaut.“ Ein weiteres Lob ging an die Küche und die vielen Haupt-und Ehrenamtlichen, die sich um das Wohl der Bewohner kümmern.

Ein Höhepunkt des Festprogramms war der Liedvortrag der jungen Sopranistin Irina Schubina. Der offizielle Teil des Festes schloss mit einem Traum aus Tausend und einer Nacht ab. Die Bauchtänzerin Lea Nagel aus München bot eine Show im Stil des indischen „Bollywood“. Doch damit war der Festakt noch nicht beendet, Bewohner, Mitarbeiter und Gäste plauderten im Anschluss rege über vergangene Zeiten und die Zukunft.