Wertheim

Ortschaftsrat Bettingen Ralf Tschöp, Stefan Weiss und Benjamin Henne neu im Gremium / Ines Ulsamer-Beck wiedergewählt / Viele Aufgaben zu bewältigen

Ralf Tschöp löst Songrit Breuninger als neuer Ortsvorsteher ab

Archivartikel

Bettingen.Trotz hochsommerlicher Temperaturen war der Bürgersaal bei der ersten Sitzung des neuen Bettinger Ortschaftsrates voll besetzt. Songrit Breuninger leitete am vergangenen Donnerstag noch einmal die öffentliche Sitzung des Gremiums.

Auf der Tagesordnung standen die Verpflichtung des neuen Ortschaftsrates und die Wahl des Ortvorstehers sowie seines Stellvertreters.

Zunächst richtete Songrit Breuninger in einem beeindruckenden Rückblick auf die vielen Projekte der letzten gemeinsamen zehn Jahre ihren Dank an die beiden scheidenden Ortschaftsräte Ingo Nenner und Roland Rücker.

Unter dem anerkennenden Applaus der anwesenden Bettinger überraschte Songrit Breuniger die beiden mit individuellen Präsenten. Auch die Ehefrauen erhielten einen Blumengruß als Dankeschön für die vielen Stunden, in denen sie ihre Männer entbehren mussten.

Im Anschluss verpflichtete Breuninger die neuen Mitglieder des Ortschaftsrates im Amt. Die Erfahrene im neuen Team ist Ines Ulsamer-Beck, die als einzige des bisherigen Ortschaftsrates sich auch für die kommende Legislaturperiode wieder zur Wahl gestellt hatte.

Erstmals in den Ortschaftsrat gewählt wurden Ralf Tschöp, Stefan Weiss und Benjamin Henne. Gemeinsam wollen die vier sich in den nächsten fünf Jahren den Aufgaben Bettingens annehmen.

Einstimmig als neuer Ortvorsteher wurde Ralf Tschöp gewählt. Er tritt nun die Nachfolge von Songrit Breuniger an, die nach 20 Jahren als Ortsvorsteherin nicht mehr kandidiert hatte.

Als seine Stellvertreterin wurde, ebenfalls einstimmig, Ines Ulsamer-Beck im Amt bestätigt. Mit diesem Empfehlungsbeschluss geht es nun in den Wertheimer Gemeinderat.

Etwas Wehmut

Mit etwas Wehmut, aber auch mit einer Prise Erleichterung, die große Verantwortung in andere Hände legen zu können, wünschte die scheidende Ortsvorsteherin dem neuen Ortschaftsrat ein gutes Gelingen. Gerade mit Blick auf die Vielzahl der Aufgaben und wegweisenden Entscheidungen, mit denen sich das Gremium auch in Zukunft befassen wird, wünschte sie dem Team unter der Leitung von Ralf Tschöp ein glückliches Händchen.

„Die Herausforderungen, welchen sich Bettingen immer wieder stellen muss, gleichen eher einer Stadt als einem Dorf“, erinnerte Ralf Tschöp und würdigte damit die Leistung des bisherigen Ortschaftsrates. Sich diesen Aufgaben 20 Jahre zu stellen gebührt eine besondere Anerkennung, war Tschöp überzeugt und ergänzte die lange Liste der Projekte um viele weitere Punkte in der 20-jährigen Amtszeit von Songrit Breuninger. So übergab er im Namen des neuen Teams ebenfalls Präsente an das bisherige Gremium und die scheidende Ortsvorsteherin für ihr großes Engagement.

„Die Zusammenarbeit und das Einbinden der Bettinger Bevölkerung in die politischen Prozesse ist uns wichtig“, war seine Botschaft, die er im Namen des neuen Gremiums aussprach. „Wir sind uns der Verantwortung bewusst, aber wir freuen uns auch auf die Aufgaben, die auf uns zukommen.“ Neben dem Sichten und Einarbeiten in die bereits laufenden Projekte, möchte der neue Ortschaftsrat mit einer Bürgerbefragung die Wünsche und Anliegen der Bettinger erfragen und sich diesen annehmen. Dies sei ebenso wie die intensive Zusammenarbeit mit den Vereinen sehr wichtig, erörterte Tschöp die Ergebnisse des ersten bereits stattgefundenen Arbeitstreffens. Die Aufforderung: „Sprechen Sie uns einfach an, wenn Sie etwas auf dem Herzen haben“, nahmen die zahlreichen anwesenden Bettinger im Anschluss an die öffentliche Sitzung gern war. Bei Häppchen sowie einem kühlen Bier oder Glas Wein wurde noch lange in vielen Einzelgesprächen das eine oder andere Thema ausgiebig diskutiert.