Wertheim

Mondfelder Ortschaftsrat zufrieden Nach jahrelangen Bemühungen wird die Ortsdurchfahrt endlich auf Vordermann gebracht

Sanierung beginnt in den Sommerferien

Archivartikel

Der Wunsch der Mondfelder nach Sanierung der Ortsdurchfahrt soll noch in diesem Sommer erfüllt werden. Neben dieser positiven Nachricht waren die Kommunalwahlen Thema im Ortschaftsrat.

Mondfeld. „Die Sanierung der Ortsdurchfahrt war ein Punkt, der uns sehr umgetrieben hat“, sagte Ortsvorsteher Eberhard Roth in der Ortschaftsratsitzung am Donnerstag im Mondfelder Rathaus. „Nun sieht es so aus, als ob sich alles zum Guten wendet.“ Besonders erfreut war er darüber, dass er die Information an eine sehr große Zahl anwesenden Bürger geben konnte: „So viele Zuhörer hatten wir in den letzten fünf Jahren noch nie.“

Das Land Baden-Württemberg als Straßeneigentümer der L 2310 habe den Main-Tauber-Kreis mit der Durchführung der Sanierung beauftragt. Für die Umsetzung gab es eine Mittelzusage des Landes über 470 000 Euro. Erneuert werden soll die komplette Ortsdurchfahrt auf einer Länge von 1100 Metern. Umgesetzt werden soll die Maßnahme in den kommenden Sommerferien.

Belag wird aufgefräst

Der gesamte Fahrbahnbelag werde ausgefräst und ein neuer Fahrbahnbelag aufgebracht. Ergänzt wird dies durch flankierende Maßnahmen wie die Anpassung von Kanaldeckeln. Eine weitere wichtige Maßnahme betrifft zwei Gehwegstellen. So werden die Gehwege am Clubhaus des Club Linsenrainer (Altes Rathaus) und am Nachbargebäude des Rathaus (Nibelungenstraße 50) verbreitert. „So können sie auch sicher mit Rollator, Rollstuhl und Kinderwagen genutzt werden“, versprach Roth.

Weiterhin wird der Randstein am gemeinsamen Fuß- und Radweg im Bereich Breitgewann komplett abgesenkt. „Wir hoffen nun von Herzen, dass man in der Kürze der Zeit ein Bauunternehmen für die Maßnahme findet“, sagte Roth. Eine Umsetzung der Maßnahme außerhalb der Ferien sah Roth aus Verkehrssicht als sehr schwierig an. Ob es während der Umsetzung zu einer halbseitigen Sperrung oder einer kurzzeitigen Komplettsperrung der Ortsdurchfahrt kommt, könne erst entschieden werden, wenn die ausführende Firma bekannt sei.

Man habe sich mit viel Energie für die Maßnahme eingesetzt, verwies Roth unter anderem auf die 278 gesammelten Unterschriften. Während der Baumaßnahmen werde man mit Einschränkungen leben müssen. Ortschaftsrat Bernd Herberich verwies auf die Aufschüttung der L 2310. Seit dieser liege das Straßenniveau 40 Zentimeter höher. In Folge dessen komme es zu Feuchtigkeitsstauungen in den Außenmauern des Clubhaus der Linsenrainer und zugleich zu einer Stolperfalle am Weg beim Gebäude. Hier müsse man im Rahmen der Straßensanierung Abhilfe schaffen, sagte er.

Aus der Bürgerschaft wurde gefragt, ob es durch die Verbreiterung der beiden Gehwegstellen zu einer Engstelle der Landesstraße kommen kann. Man befürchtete, dass Lkw im Gegenverkehr dort anhalten müssen, um aneinander vorbeizukommen. Roth erklärte, die Stellen seien versetzt und die Verbreiterung erfolge nicht zu weit. Ob es dennoch zu Auswirkungen auf den Verkehrsfluss komme, müsse die Praxis zeigen.

Bessere Beleuchtung

Man könne dann mit verkehrsrechtlichen Anordnungen wie einem Parkverbot an den Engstellen reagieren. Verbessert wird zudem die Beleuchtung in der Ortsdurchfahrt. Die über die Straße hängenden Leuchten bleiben erhalten, werden aber mit LED Leuchtmitteln ausgestattet. Damit soll es deutlich heller werden. Aus Reihen der Bürger wurde weiterhin eine heller Beleuchtung unter anderem für den Bereich Sandweg und Neubaugebiet Breitgewann, sowie den Bereich um den Kirchhof gefordert. Roth will einen Vor-Ort-Termin mit den Verantwortlichen zu diesem Thema arrangieren.

Außerdem wurde vorgeschlagen, den Hochbordstein beim Brunnen im Brunneneck abzusenken. Patenstadtrat Axel Wältz (CDU) schlug vor, man solle auf der gesamten Länge der Ortsdurchfahrt prüfen, wo Barrierefreiheit möglich und nötig sei. In der Sitzung wurden auch die Kandidaten für die Ortschaftsratswahl vorgestellt. Roth blickte auf das gemeinsam Erreichte in den letzten fünf Jahren zurück.

Es sei gelungen, den Ort voranzubringen und die Art und Weise, wie die Verwaltung mit Bürgern und Vereinen umgeht, zu verbessern. Zudem seien viele Projekte angestoßen worden. Er verwies beispielsweise auf den „Möfelder Bote“, den Brikettbringdienst, den Seniorenfahrdienst und den Grünschnittcontainer. „Mir ist ein gutes Miteinander mit Bürgern und Vereinen wichtig“, sagte Roth. Er selbst wird erneut für den Ortschaftsrat kandidieren. Vor fünf Jahren war er als Mitarbeiter der Stadtverwaltung nicht ins Gremium wählbar und wurde von den Räten als nichtstimmberechtigter Ortsvorsteher gewählt. Nun hat er einen neuen Arbeitgeber.

Aus dem bestehenden Gremium kandieren weiterhin Bernd Schneider, Hans-Peter Hieser und Bernd Herberich. Hieser hat sich zum Ziel gesetzt, junge Leute für die Ortspolitik zu begeistern und zum Engagement anzuregen. Herberich legt seinen Schwerpunkt auf die Themen Heimat, Brauchtum und Kultur.

Hinzu kommen drei weitere Kandidaten. Bezirksschornsteinfeger Heinz Krauter schloss sich in seiner Vorstellung den Zielen der Vorredner an. Wolfgang Runge, Vorsitzender des Sängerbund Mondfeld, möchte sich vor allem für die Gemeinschaft und die Integration von neuen Bürgern einsetzen.

Ulrike Lindner ist einer der vier Vorsitzenden des SV Mondfeld. Sie möchte ihr Engagement für das Dorf vertiefen, die Frauenquote im Gremium steigern und ein Vorbild für jüngere Frauen sein. Alle Kandidaten treten auf einer Liste an.