Wertheim

Im Hofgartenschlösschen Ascher-Ausstellung inspiriert Besucher zu interessanten Gästebucheinträgen

Schau ist Betrachter „ein Glück“

Archivartikel

Die Ausstellung „Leben ist Glühn – der deutsche Expressionist Fritz Ascher“ im Hofgartenschlösschen hat einen besonderen Niederschlag im Gästebuch des Museum gefunden.

Hofgarten. Die Einträge sind besonders interessant und aussagekräftig, betonen die Verantwortlichen. Neben den Besuchern aus Wertheim und ganz Deutschland kamen bisher auch Gäste aus außerhalb, so aus Paraguay, aus Australien, Gubbio/Italien und den USA.

Eine Besucherin schreibt ein „Glück für den, der diese Ausstellung gesehen hat“. Aus New Jersey/USA kommend, wurde notiert, dass „sich die Reise zur Ausstellung gelohnt“ hat.

„Wundervolle Erfahrung“

Ein australischer Bürger, dessen Vorfahre 1858 aus Wertheim ausgewandert war, hat vermerkt, dass das Museum im Schlösschen „a lovely building und centre“ (ein entzückendes Gebäude und eine ebensolche Einrichtung) sei – „eine wundervolle Erfahrung“. Die Ausstellung wird auch als „liebevoll und sehenswert“ als „wunderbar“ sowie als „inspirierend schön“ sowie als „beeindruckend“ bezeichnet.

Zum Nachdenken anregend sind besonders die Einträge, die auf den Künstler und sein Schicksal als verfemter und verfolgter Maler besonders eingehen. So ist beispielsweise im Gästebuch zu lesen: „Eine wunderbare Ausstellung über einen tragischen Menschen“ und eine „beeindruckende Ausstellung über einen der weniger bekannten Künstler aus dem Umkreis des Expressionismus. Gut, dass es den Nazis nicht gelungen ist, das Werk dieses Malers endgültig zu vernichten. Sorgen wir dafür, dass das auch in Zukunft so bleiben wird.“

„Sieg über das Böse“

Über Fritz Ascher, aus einer jüdischen Familie stammend, hat Max Liebermann gesagt, dass er in ihm ein „großes Talent“ sehen würde. Leider hat die nationalsozialistische Zeit sein Schicksal und seine künstlerische Entwicklung bestimmt. Aber Rachel Stern, die Kuratorin der Ausstellung und ehemalige Mitarbeiterin des Metropolitan Museums New York, hat bei der Eröffnung der Ausstellung gesagt, dass die Neuentdeckung und Präsentation der Werke von Fritz Ascher „ein Sieg über das Böse“ sei.

Die Ausstellung, die noch bis zum 9. September im Hofgarten geöffnet ist, bevor sie zu folgenden Präsentationen über München in die USA geht, wurde als „weitere Perle in der Reihe der Ausstellungen an diesem Ort“ – also dem Schlösschen – bezeichnet.