Wertheim

Sorgt für Diskussion 117 000 Euro teure Maßnahme zur Sicherung am Welzbach in Kembach

Schweizer Stuben: Zukunft ungewiss

Archivartikel

Bettingen/Kembach.Wie mehrmals berichtet, möchte die Stadt ein Vorkaufsrecht für das Gelände der Schweizer Stuben in Bettingen ausüben, falls das Areal vom Besitzer veräußert wird.

Einen entsprechenden Beschluss fasste der Gemeinderat am Montag bei vier Enthaltungen aus der SPD-Fraktion.

Ob allerdings das Gelände überhaupt auf den Markt kommt, ist ungewiss. Stadtbaumeister Armin Dattler berichtete von einem „Termin mit jemandem, der gesagt hat, dass er Eigentümer wird.“ Dieser habe vor sechs Wochen mitgeteilt, dass er vorhabe, das Gelände „wieder so zu betreiben, wie es vorher war.“ Die vorhandenen Gebäude könnten demnach saniert werden. In einem „kleineren Bereich“ des Areals wolle der Eigentümer „ein bisschen Wohnbebauung machen“. Aus Sicht der Verwaltung mache das angedachte Konzept „durchaus Sinn“, so Dattler.

Teure Sicherung in Kembach

Verwunderung rief bei Teilen des Gemeinderats die hohe Summe hervor, die für die Erneuerung der Absturzsicherung in Kembach veranschlagt sind. 117 000 Euro sind notwendig, um das bestehende Rohrgeländer auf einer Länge von 170 Metern am Welzbach durch ein verkehrssicheres zu ersetzen. Dieses soll mit einem Stahlnetz ausgestattet sein. Michael Althaus (CDU) sprach gar von „Schwachsinn“ angesichts der Kosten in Höhe von 700 Euro pro laufendem Meter. „In den letzten 100 Jahren“ sei ja auch „niemand in den Bach gefallen“. Sein Fraktionskollege Udo Schlachter regte an, statt eines Netzes Stahlstäbe zu verwenden, damit sich Vögel nicht im Netz verfangen könnten.

Armin Dattler erläuterte die baurechtlichen Vorschriften und ergänzte, dass für die Maßnahme letztmalig eine Förderung zur Verfügung stehe. Der Beschluss zur Vergabe der Bauarbeiten erfolgte bei einer Enthaltung.