Wertheim

Markus Herrera Torrez leitet erstmals Gemeinderatssitzung Große Neugierde anlässlich der Premiere des neuen OB

„Schwung nutzen, um Spaß zu haben“

Archivartikel

Wertheim.Lag es an der Tagesordnung oder daran, dass Markus Herrera Torrez erstmals eine Sitzung des Wertheimer Gemeinderats leitete? Es lässt sich nicht nachvollziehen, aber auf jeden Fall war der Sitzungssaal am Montag voll besetzt. Ein Teil der Besucher musste stehen. Es gab nicht genügend Sitzgelegenheiten.

Herrera Torrez bedankte sich zu Beginn der Sitzung für die Glückwünsche anlässlich seiner feierlichen Amtseinsetzung am Freitagabend. Er habe die Veranstaltung als „sehr schönen und ehrenvollen Abend erlebt“, der Wertheim sehr gut getan habe.

Es gab Blumen für Brigitte Kohout, die für den Gemeinderat am Freitag das Grußwort gehalten hatte, ebenso für Bernd Hartmannsgruber beziehungsweise seine Gattin, für die Moderation des Abends.

Nach vorne orientieren

Er gehe fest davon aus, so Herrera Torrez weiter, dass er mit dem Gemeinderat „über alle Fraktionen hinweg gut zusammenarbeiten“ werde. Er wolle, dass man sich „nach vorne“ orientiere. „Lassen Sie uns einfach den Schwung, den ich am Freitag erfahren habe, gemeinsam nutzen. Dann haben wir alle großen Spaß und große Lust an der Arbeit im Gemeinderat.“ Herrera Torrez bedankte sich noch einmal bei Bürgermeister Wolfgang Stein, der in den letzten Jahren den Gemeinderat geleitet habe.

Er habe Verständnis dafür, dass der ein oder andere sich angesichts des Kommunalwahlkampfes stärker zur Geltung bringen wolle. Der neue OB bat aber darum, trotzdem „gute Sacharbeit im Gremium“ an den Tag zu legen.

Wahlkampf schimmert durch

Herrera Torrez stellte klar, dass einige Vorlagen für die Sitzung angesichts seiner kurzen bisherigen Amtszeit ohne sein Zutun erarbeitet worden seien. Er habe sich zwar eingelesen, aber trotzdem würden deswegen mehr Stellungnahmen aus der Stadtverwaltung und den Referaten heraus kommen.

Mit Diskussionsbeiträgen hielt er sich bei der Sitzung zurück. Herrera Torrez moderierte hauptsächlich, rief die Redner auf und musste nur selten eingreifen, um die Gemeinderäte daran zu erinnern, welche Themen gerade behandelt werden. Im Großen und Ganzen beließen es die Sitzungsteilnehmer auch bei Sachbeiträgen. Nur ab und an schimmerte der Wahlkampf durch.