Wertheim

Sanierungsgebiet Grünes Licht für Sachsenhausen

Sonderriet muss warten

Archivartikel

Wertheim.Gesetzt den Fall, der Gemeinderat stimmt in seiner nächsten Sitzung der einstimmigen Empfehlung des Bauausschusses wie erwartet zu, dann verfügt Sachsenhausen in Kürze über ein förmlich ausgewiesenes Sanierungsgebiet. Sonderriet muss hingegen noch etwas warten, kann mit der Verzögerung aber leben, wie Ortsvorsteher Kurt Kraft versicherte. Hat man sie doch letztlich auch selbst zu vertreten, da nach einer Stellungnahme des Ortschaftsrates das betreffende Gebiet ausgeweitet und deshalb das Beteiligungsverfahren noch einmal aufgerollt werden soll.

„Wir freuen uns und sind ganz gespannt, ob die Bevölkerung mitmacht“, sagte Krafts Sachsenhäuser Kollege Udo Beck. „Es gibt einige Objekte, die es verdient hätten, saniert zu werden.“ Was die Mitwirkung angeht, kann er optimistisch sein, denn „von der bisherigen Bevölkerungsbeteiligung liegen Sachsenhausen und Sonderriet an der Spitze“, erklärte Thomas Müller, der die Verfahrensverläufe in beiden Ortschaften noch einmal kurz rekapitulierte.

Hubert Sadowski (Freie Bürger Wertheim) hatte etwas gehört von einer sich möglicherweise ändernden Förderpraxis der Landesregierung und zeigte sich verunsichert, ob Sachsenhausen und Sonderriet dann benachteiligt sein könnten. Derlei Befürchtungen hegte Dezernatsleiter Armin Dattler aber nicht. „Ein Nachteil ist das nicht“, denn förmlich festgesetzte Sanierungsgebiete seien in jedem Fall eine Voraussetzung.

Gebietsgrenzen verändert

Auch Sonderriet wäre eigentlich soweit gewesen, dass der Gemeinderat die Sanierungssatzung beschließen könnte. Der Ortschaftsrat hatte aber – auf Bitten aus der Bevölkerung – sich in einer zusätzlichen Stellungnahme dafür ausgesprochen, die Grenzen des Geltungsbereiches noch etwas zu verändern.

Von Verwaltungsseite aus war man bereit, dem zu folgen. Da aber laut Müller die Grundzüge der Planung dadurch berührt werden, muss das Beteiligungsverfahren noch einmal aufgerollt werden.

Angesichts der bisherigen starken Mitwirkung aus der Bevölkerung zeigte sich Ortsvorsteher Kurt Kraft dankbar, dass man das spät vorgetragene Anliegen nicht unter den Tisch fallen lasse. „Dann warten wir eben noch zwei Monate“, hatte er keine Probleme mit der Verzögerung. ek