Wertheim

Firmenbesuch bei atg Bürgermeister Wolfgang Stein und Wirtschaftsförderer Jürgen Strahlheim besichtigen Produktionsräume in Reicholzheim / Unternehmen ist auf solidem Wachstumskurs

Spezialist für Leiterplattentestsysteme plant Erweiterung

Archivartikel

Reicholzheim.Dem Marktführer für Leiterplattentestsysteme, der „atg Luther & Maelzer GmbH“, statteten Bürgermeister Wolfgang Stein und Wirtschaftsförderer Jürgen Strahlheim in Reicholzheim einen Besuch ab. Die beiden machten sich ein Bild von der aktuellen Situation des Betriebes und besprachen mit der Geschäftsführung die geplante Weiterentwicklung.

Aus der Aufspaltung der 1979 in Wertheim gegründeten „atg Electronic GmbH“ gingen 1993 zwei heute weltweit operierende Unternehmen hervor: die „adaptronic Prüftechnik GmbH“, Spezialist und Europamarktführer im Bereich Kabelprüftechnik mit Sitz im Industrie- und Gewerbegebiet Reinhardshof, und die „atg test systems GmbH“ für den Bereich der elektrischen Prüfsysteme und Maschinen für die Leiterplattenindustrie. Die Firma fusionierte im Sommer 2006 mit der Luther & Maelzer GmbH aus Wunstorf bei Hannover zur heutigen „atg Luther & Maelzer GmbH“.

Seit Ende 2013 ist das Unternehmen einer von insgesamt vier Elektronikbereichen des amerikanischen Mutterkonzerns, der „Xcerra Corporation“. Das Unternehmen hat seit 1986 seinen Sitz im Gewerbegebiet in Reicholzheim und ist auf Expansionskurs.

Geschäftsführer Dr. Jochen Kleinertz, der Leiter Fertigung, Einkauf und Logistik Matthias Schrauth, sowie Kerstin Frink, GL-Assistenz und Personalreferentin, gaben zunächst einen Überblick über die Firmenstruktur und die geschäftliche Entwicklung. Die „atg Luther & Maelzer“ hat sich zu einem weltweit vernetzten Spezialisten im Bereich der Leiterplattentechnik entwickelt und ist mit Standorten in China, Taiwan und den USA vertreten. Insgesamt sind für das Unternehmen weltweit etwa 180 Mitarbeiter tätig, davon etwa 80 am Firmensitz in Reicholzheim. Mit den sogenannten „Flying-Probe-Testern“, den vollautomatischen Fingertestsystemen, hat das Unternehmen, so Geschäftsführer Dr. Kleinertz, ein erfolgreiches Produkt entwickelt und ein technisches Alleinstellungsmerkmal erreicht. So ist es auch zu verstehen, dass zwischenzeitlich rund 80 Prozent des Gesamtumsatzes auf diesen Technologiebereich entfallen, ergänzte Matthias Schrauth.

Beim Rundgang gewannen Bürgermeister und Wirtschaftsförderer Einblick in die Arbeitsabläufe und die Produktionsprozesse in einer sichtbar beengten Raumsituation. „Man erkennt sofort, dass alle Arbeitsabläufe und Prozesse optimal auf die beengte Raumsituation ausgerichtet sind. Jeder Quadratmeter Fläche wird sinnvoll genutzt“, fasste Stein seinen Eindruck zusammen. Dabei wurde auch klar, wie notwendig eine Betriebserweiterung ist.

„Wir sind auf einem soliden Wachstumskurs“, so Dr. Kleinertz, „und stellen deshalb seit längerem Überlegungen für eine Expansion am Standort Wertheim an.“ Dazu ist die Geschäftsführung in engem Kontakt mit der Stadtverwaltung, die verschiedene Angebote zur Weiterentwicklung unterbreitet hat. „Wir befinden uns auf der Zielgeraden und werden voraussichtlich in wenigen Wochen eine Entscheidung treffen können“, kündigte der Geschäftsführer an.

„Wir freuen uns über die Entscheidung zur Expansion am Wirtschaftsstandort Wertheim“, so Wolfgang Stein. Er sicherte für die Phase der Realisierung die Unterstützung des Gemeinderates und der Verwaltung zu. Abhängig von den genehmigungsrechtlichen Verfahren will die „atg Luther & Maelzer“ in diesem Jahr mit dem Neubau- und Erweiterungsvorhaben beginnen. stv