Wertheim

Integration Coaching richtet sich an Geflüchtete

Stolz auf die erste, eigene Bewerbungsmappe

Archivartikel

Wertheim.Ein Bewerbungscoaching für Flüchtlinge fand kürzlich auf Initiative des Integrationsmanagements der Stadt Wertheim statt. Am Ende hielten die elf Teilnehmer aus vier Nationen stolz eine selbst gestaltete Bewerbungsmappe in Händen. Sie soll ihnen nun den Weg in eine Ausbildung oder eine Arbeitsstelle ebnen.

B2-Niveau erforderlich

Kooperationspartner war das Kolping-Bildungswerk, vertreten durch Mareike Löffler und Stefanie Kirchgeßner. Als Helfer unterstützten die Schulung Ehrenamtliche von „Willkommen in Wertheim“ (Rainer Lotz, Elke Schwarzer, Rainer Reith) sowie Geflüchtete, die bereits das B2-Sprachniveau erreicht haben. Auch Bernd Schaupp, Ausbildungsvermittler für Geflüchtete bei der IHK Heilbronn-Franken, stellte sich und seine Aufgaben bei dieser Gelegenheit vor.

Der erste Schwerpunkt der Schulung, die im Sitzungssaal des Rathauses stattfand, galt dem Schlagbegriff „Lebenslauf“. Die Teilnehmer erstellten mit Unterstützung der Helfer am Computer Lebensläufe. Dabei war sehr hilfreich, dass ein souverän deutschsprechender Übersetzer für jede der vertretenen Nationen anwesend war. So konnten auch Teilnehmer mit mehr Unterstützungsbedarf Schritt halten.

In den nächsten Modulen ging es um die Themen „Anschreiben“ und „Bewerbungsmappe“. Zum Abschluss erhielten die Teilnehmer Tipps zu Vorstellungsgesprächen, aber auch zum Bewerbungsprozess allgemein. Er läuft in den Herkunftsländern meist informeller ab als in Deutschland. Aus Sicht der Initiatoren konnte das Coaching nur ein erster Schritt in Richtung kompletter Bewerbung sei. Deshalb stand die Vermittlung des notwendigen Handwerkzeugs stärker im Fokus als das reine Endprodukt. Dennoch waren die Teilnehmer am Abschlusstag sehr stolz, als sie ihre Bewerbungsmappen entgegennahmen. Sie haben das Coaching als großen Erfolg und wertvolle Hilfe empfunden.

Unterstützung zugesichert

Integrationsmanager Christoph Schröder sicherte den Teilnehmern auch für die Zukunft die unterstützende Begleitung und Beratung beim Weg in den Arbeits- bzw. Ausbildungsmarkt zu und betonte dabei die enge Absprache mit Jobcenter und Arbeitsagentur. stv